Fast jeder zweite Befragte hält den AfD-Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, für eine Gefahr für die Demokratie. In einer neuen Insa-Erhebung für die Bild teilen 47 Prozent diese Einschätzung, 35 Prozent widersprechen. Siegmund war zuletzt durch ein «Spiegel»-Cover in den Fokus gerückt, das den 35-Jährigen als «gefährlichsten Mann Deutschlands» bezeichnete.
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Auch die AfD insgesamt wird von einer Mehrheit kritisch beurteilt. 53 Prozent der Befragten halten die Partei für rechtsextrem, 37 Prozent tun dies nicht. Bei der Frage nach dem politischen Umgang mit der Partei fällt das Bild weniger eindeutig aus. 48 Prozent finden es richtig, dass die übrigen Parteien nicht mit der AfD regieren wollen. 39 Prozent lehnen diese Abgrenzung ab. Bei einem möglichen AfD-Verbotsverfahren herrscht sogar Gleichstand: Jeweils 42 Prozent sprechen sich dafür und dagegen aus.
Besondere Bedeutung bekommen die Zahlen mit Blick auf Sachsen-Anhalt. Dort steuert die AfD aktuellen Umfragen zufolge auf mehr als 40 Prozent zu. 45 Prozent der Befragten erwarten bereits, dass die Partei nach der Wahl den Ministerpräsidenten stellen wird. Siegmund selbst ist allerdings nur für 30 Prozent der Wunschkandidat. 33 Prozent bevorzugen CDU-Kandidat Sven Schulze.
Bundesweit steht die AfD in der Insa-Sonntagsfrage derzeit bei 29 Prozent und damit acht Punkte vor der Union mit 21 Prozent. Für diese Erhebung befragte Insa vom 17. bis 21. August 1203 Personen; die maximale Fehlertoleranz beträgt 2,9 Prozentpunkte. Die zusätzlichen Fragen zur AfD und zu Sachsen-Anhalt wurden am 20. und 21. August 1002 Personen gestellt.