Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Führung der Streitkräfte für den Ukraine-Krieg neu geordnet. Wie Medien berichten, soll die personelle Umbildung das Verteidigungsministerium an die Anforderungen der laufenden Kampfhandlungen anpassen. Im Zentrum steht die Bündelung von Militärlogistik und Waffenversorgung unter einer einzigen Führung.
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Generaloberst Waleri Solodtschuk übernimmt die neu geschaffene Verantwortung für Logistik und Rüstung. «Die Leitung der Logistik ist ebenfalls ein Kampfeinsatz», sagte Putin. Dessen bisherigen Posten als Kommandeur der Truppengruppe «Zentrum» übernimmt Generaloberst Andrej Iwanajew. Auf dessen Vorschlag ernannte Putin Generalmajor Pjotr Bolgarew zum neuen Kommandeur der Truppengruppe «Wostok». Zudem wird Generaloberst Denis Ljamin erster Kommandeur der im vergangenen November geschaffenen Streitkräfte für unbemannte Systeme.
Die Neuordnung der Militärführung erfolgt in einer Phase wachsender politischer und militärischer Spannungen in der Ukraine. Nach einer von Präsident Wolodymyr Selenskyj angeordneten 40-tägigen Offensive gegen russische Infrastruktur und Logistik ziehen Kritiker eine ernüchternde Bilanz. Russische Gegenschläge hätten grössere wirtschaftliche Schäden verursacht, darunter eine faktische Blockade ukrainischer Schwarzmeerhäfen. Gleichzeitig löste eine Kabinettsumbildung in Kiew eine politische Krise aus. Nach Protesten gegen die Entlassung des damaligen Verteidigungsministers Michail Fjodorow setzte Selenskyj zwar den Oberbefehlshaber Oleksandr Syrsky ab, verzichtete jedoch auf eine Rückkehr Fjodorows in die Regierung.