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Trump zeigt sich zuversichtlich für baldige diplomatische Lösung des Ukraine-Kriegs: Vorerst keine Tomahawk-Raketen an Kiew

US-Präsident Donald Trump hat sich bei einem Besuch des ukrainischen Staatschefs Wolodymyr Selenskyj im Weissen Haus zurückhaltend zur Lieferung von Tomahawk-Langstreckenraketen an die Ukraine geäussert. Zwar schloss Trump eine Lieferung nicht aus, betonte jedoch, er hoffe, dass dies «nicht notwendig sein werde». Der Präsident zeigte sich überzeugt, dass der russische Staatschef Wladimir Putin «den Krieg beenden will».

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
KEYPIX - Ukraine's President Volodymyr Zelenskyy, left, sits before a meeting with President Donald Trump, from right, Vice President JD Vance and Treasury Secretary Scott Bessent in the Cabinet Room of the White House, Friday, Oct
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«Tomahawks sind eine sehr mächtige, aber auch sehr gefährliche Waffe», sagte Trump. Eine Lieferung könne eine «erhebliche Eskalation» bedeuten. Die USA benötigten die Raketen zudem selbst, fügte er hinzu. Das Zögern gilt als Rückschlag für Selenskyj, der bei seinem dritten Besuch in diesem Jahr auf eine Zusage gehofft hatte.

Selenskyj erklärte nach dem Treffen, Trump habe Bedenken wegen einer möglichen Eskalation und der sinkenden US-Bestände an Marschflugkörpern geäussert. «Ich bin Realist», sagte Selenskyj auf die Frage, ob er mit einer baldigen Lieferung rechne. Zugleich zeigte er sich zuversichtlich, dass die USA ein Waffenpaket bereitstellen könnten, um «Putin unter Druck zu setzen».

Während der US-Präsident sich vorsichtig äussert, prüft Washington neue Wege, Moskau wirtschaftlich zu schwächen. Trump hatte zuvor erklärt, Indien habe zugesagt, kein russisches Öl mehr zu kaufen – eine Aussage, die Delhi bislang nicht bestätigt hat. Im US-Senat bereiten Republikaner derweil neue Sanktionen gegen Russland vor.

Trump, der zuletzt an einem Nahost-Friedensabkommen beteiligt war, will seine diplomatischen Bemühungen ausweiten. Nach einem zweistündigen Telefonat mit Putin kündigte er an, den russischen Präsidenten in wenigen Wochen in Budapest treffen zu wollen. «Ich glaube, Präsident Putin will den Krieg beenden», sagte Trump.
In einem Social-Media-Beitrag forderte Trump ein Friedensabkommen, das die aktuellen Frontlinien einfrieren würde. Selenskyj nannte territoriale Fragen «sehr heikel» und betonte, es müsse zuerst ein Waffenstillstand erreicht werden.

Tomahawk-Raketen gelten als präzise Langstreckenwaffen mit bis zu 2400 Kilometern Reichweite. Laut Experten könnten die USA der Ukraine höchstens einige Hundert liefern. Trump sagte, der Mangel sei «ein Problem», zeigte sich jedoch optimistisch: «Hoffentlich können wir den Krieg beenden, ohne über Tomahawks nachdenken zu müssen.»

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