Die US-Regierung von Präsident Donald Trump will offenbar die Klimaschutzauflagen für Kohle- und Gaskraftwerke streichen. EPA-Chef Lee Zeldin soll die Pläne bei einem Energieministertreffen der G-20-Staaten in Houston bekanntgeben. Dies berichten die Nachrichtenagentur Bloomberg und die New York Times.
Die Regierung von Trumps Vorgänger Joe Biden hatte Stromkonzerne 2024 verpflichtet, den Kohlendioxidausstoss von Kohlekraftwerken und neuen Gasanlagen schrittweise um bis zu 90 Prozent zu senken. Diese Vorgabe soll nun entfallen. In einer Vorlage der Umweltbehörde EPA hiess es, die Auflagen seien nicht erfüllbar und die vorgesehenen Fristen zu knapp. Zudem soll der EPA grundsätzlich untersagt werden, entsprechende Vorschriften für die Strombranche zu erlassen.
Julia Demaree Nikhinson/AP/Keystone
Umweltschützer kündigten juristischen Widerstand an. Meredith Hankins von der Organisation Natural Resources Defense Council sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie freue sich darauf, die Verantwortlichen «vor Gericht zu sehen».
Trump hatte nach seinem erneuten Amtsantritt im Januar 2025 den erneuten Austritt der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angeordnet. Im Februar erklärten die EPA und Trump zudem die Einstufung aus dem Jahr 2009 für ungültig, wonach Treibhausgase gesundheitsschädlich sind.