Donald Trump verschärft nach dem jüngsten iranischen Angriff auf US-Stellungen den Ton gegenüber Teheran und stellt die Führung des Landes offen als gescheitert dar. «Der Iran ist offiziell eine gescheiterte Nation. Sie ist tot!», schrieb der US-Präsident auf Truth Social. Das Land habe keine Marine und keine Luftwaffe mehr, die Währung sei instabil, die Führung befinde sich in «totalem Chaos».
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Auslöser der neuen Eskalation ist ein iranischer Raketenangriff auf amerikanische Stellungen in Jordanien. Nach Trumps Angaben feuerte Teheran mindestens acht ballistische Raketen ab; die US-Luftabwehr habe die meisten abgefangen. Trump kündigte umgehend Vergeltung an: «Wir werden sie hart treffen. Es wird definitiv eine Antwort geben.»
Ein hochrangiger iranischer Vertreter erklärte laut Reuters, Teheran werde auf einen erneuten US-Angriff mit «Dutzende Male» grösserer Härte reagieren. Kein Ziel in der Region liege ausserhalb der iranischen Reichweite. Zudem droht Teheran mit weiteren Schritten in der strategisch wichtigen Strasse von Hormus.
Parallel erhöht Trump den politischen Druck auf die iranische Führung. Wegen der gewaltsamen Niederschlagung der Proteste fordert er ein Gerichtsverfahren gegen die Verantwortlichen: «Sie müssen wegen Kriegsverbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt werden!» Welches Gericht zuständig sein sollte, liess er offen. Die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag selbst nicht an.
Die Proteste hatten Ende Dezember 2025 infolge der Wirtschaftskrise und des Absturzes der Landeswährung begonnen. Anfang Januar ging der iranische Sicherheitsapparat mit grosser Härte gegen Demonstranten vor; Tausende Menschen wurden getötet. Trump sprach nun von 100.000 Toten, nannte dafür jedoch keine Belege und keinen Zeitraum.
Gleichzeitig zeigt der Krieg zunehmend Belastungen auf amerikanischer Seite. Mehr als 50.000 US-Soldaten sind im Nahen Osten gebunden. Laut der Washington Post gibt es unter hochrangigen Kommandeuren Bedenken gegen weitere Einsatzverlängerungen. US-Medien berichteten zudem über sinkende Bestände wichtiger Patriot- und THAAD-Abfangraketen. Washington bestreitet, dass die Munition knapp werde.