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Trotz Problemen bei Testfahrzeugen: Zürich elektrifiziert ein Drittel seiner Rettungswagen

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Trotz Problemen bei Testfahrzeugen: Zürich elektrifiziert ein Drittel seiner Rettungswagen
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Zürich will trotz technischer Probleme in bisherigen Tests 9 elektrische Rettungswagen anschaffen. Die Rettungsorganisation Schutz und Rettung Zürich räumt laut einem Bericht von Apollo News ein, dass die erprobten Fahrzeugkonzepte «noch nicht vollständig ausgereift» seien. Dennoch soll bis 2030 rund ein Drittel der 27 Rettungswagen elektrisch fahren. Die übrigen 18 Fahrzeuge sollen mit erneuerbarem Diesel aus biologischen Abfällen betrieben werden.

Gaetan Bally/Keystone
Sanitaetsambulanz mit Blaulicht am Limmatquai in Zuerich (Symbolbild)
Gaetan Bally/Keystone

Bei den seit 2021 beziehungsweise 2022 laufenden Tests traten unterschiedliche Probleme auf. Bei einem nachträglich auf Elektroantrieb umgebauten Rettungswagen hätten die Fahrzeugsysteme «unkontrollierte Neustarts» durchgeführt. In diesen Situationen konnten die Einsatzkräfte nicht losfahren. Auch ein zweites, von Beginn an als Elektrofahrzeug entwickeltes Modell bereitete Schwierigkeiten. Dort kam es zu Konflikten beim Laden zwischen der Antriebsbatterie und den Systemen im Patientenraum, darunter Beleuchtung, Kühlung und medizinische Geräte. Das Fahrzeug musste nachträglich angepasst werden.

Finanziell sind die Elektrofahrzeuge vor allem bei der Anschaffung teurer. Ein E-Rettungswagen kostet laut Bericht rund 400.000 Franken und damit etwa doppelt so viel wie ein Dieselfahrzeug. Dafür sollen Unterhalt und Betrieb günstiger sein. Rettungswagen werden in Zürich üblicherweise nach acht bis zehn Jahren ersetzt.

Kritik kommt von SVP-Politiker Stephan Iten. «Ein Rettungsfahrzeug ist kein Versuchslabor», erklärte er. Iten verwies auf eigene Erfahrungen mit einem Elektroauto, bei dem er wegen eines Software-Updates eine Stunde habe warten müssen. «Ist Ideologie wichtiger als gesunder Menschenverstand?», fragte er.

Probleme mit elektrischen Nutzfahrzeugen kennt Zürich bereits aus dem öffentlichen Verkehr. Die Verkehrsbetriebe Zürich hatten Ende 2024 bei rund fünfzig Elektrobussen von MAN und sieben Fahrzeugen von Hess unter anderem Türstörungen, ausgefallene Klimaanlagen, Probleme mit Abbiegeassistenten und Schwierigkeiten beim Laden eingeräumt. Trotzdem hält die Stadt auch bei den Rettungswagen am Ausbau des Elektroantriebs fest.

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