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Trotz geplantem Importstopp: EU-Staaten steigern Einfuhr von russischem Flüssiggas

Die EU-Staaten haben ihre Importe von russischem Flüssiggas im Juni trotz des geplanten Importstopps deutlich gesteigert. Dies berichtet die Welt. Wie Daten der Energie-Denkfabrik Centre for Research on Energy and Clean Air (Crea) zeigen, importierten die EU-Länder 14 Prozent mehr russisches LNG als im Juni des Vorjahres. Russlands Einnahmen daraus stiegen auf 60 Millionen Euro pro Tag.

STEFAN SAUER / KEYSTONE
LNG-Tanker und Regasifizierungsschiff im Hafen Mukran (Symbolbild)
STEFAN SAUER / KEYSTONE

Frankreich kaufte laut Crea innerhalb der EU das meiste russische Flüssiggas. Allein im Hafen von Montoir in der Bretagne kam im Juni viermal so viel LNG aus Russland an wie im Mai. Die EU will die Einfuhr russischen Flüssiggases ab 2027 stoppen.

Im zweiten Quartal stammten nach Angaben der Denkfabrik Bruegel 13,4 Prozent der gesamten Gasimporte der EU aus Russland. Die EU-Staaten beziehen russisches LNG fast ausschliesslich vom Jamal-Terminal in der Arktis. Im ersten Halbjahr führten sie von dort 136 Ladungen mit insgesamt 9,97 Millionen Tonnen ein – mehr als je zuvor.

Vor dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 stammte fast die Hälfte der europäischen Gasimporte aus Russland. Seither haben vor allem die USA und Norwegen ihre Lieferungen ausgeweitet. Beide Länder decken inzwischen zusammen rund 60 Prozent der europäischen Erdgasimporte. Algerien und Russland folgen laut Bruegel mit ungefähr gleich grossen Anteilen.

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