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Trotz anhaltendem Krieg: Ukraine und Russland tauschen jeweils 103 Gefangene aus

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Trotz anhaltendem Krieg: Ukraine und Russland tauschen jeweils 103 Gefangene aus
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Die Ukraine und Russland haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Beide Seiten übergaben jeweils 103 Soldaten, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Mittwoch mitteilte. «Heute kehren 103 ukrainische Kämpfer aus russischer Gefangenschaft nach Hause zurück», erklärte Selenskyj. Im Gegenzug übergab Kiew nach Angaben der Kyiv Post 103 russische Militärangehörige.

POW TREATMENT COORDINATION HEADQ / KEYSTONE
Ukrainische Kriegsgefangene nach einem Gefangenenaustausch (Symbolbild)
POW TREATMENT COORDINATION HEADQ / KEYSTONE

Unter den freigelassenen Ukrainern befinden sich Angehörige der Streitkräfte, des staatlichen Grenzschutzes und der Nationalgarde. Einige von ihnen hatten an besonders schweren Kämpfen seit Beginn des Krieges teilgenommen. Dazu zählt die Verteidigung der Hafenstadt Mariupol. Andere waren in den Regionen Donezk, Luhansk, Charkiw, Saporischschja, Cherson, Dnipropetrowsk und Sumy im Einsatz.

Der Austausch ist Teil einer Reihe von Gefangenenübergaben zwischen Moskau und Kiew, die trotz des andauernden Krieges weiter stattfinden. Zuletzt hatten beide Seiten am 26. Juni jeweils 160 Kriegsgefangene ausgetauscht. Damit konnten innerhalb von knapp zwei Monaten mindestens 263 Gefangene auf jeder Seite zurückkehren.

Neben lebenden Gefangenen tauschen Russland und die Ukraine weiterhin die sterblichen Überreste gefallener Soldaten aus. Im Juli übergab Russland der Ukraine nach Angaben der Kyiv Post 501 Leichen. Eine weitere Übergabe fand am 13. August statt.

Die Gefangenenaustausche gehören zu den wenigen Bereichen, in denen beide Kriegsparteien trotz der anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen praktische Vereinbarungen umsetzen. Nach Angaben Selenskyjs vom 28. Juli waren bis dahin insgesamt 9613 ukrainische Kriegsgefangene aus russischer Gefangenschaft zurückgekehrt.

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