In Frankreich regt sich massiver Widerstand gegen den Vorschlag der Sozialisten, eine neue Vermögenssteuer für Ultrareiche einzuführen. Bernard Arnault, Chef des Luxuskonzerns LVMH und einer der reichsten Männer der Welt, bezeichnete die Pläne als «tödlich für unsere Wirtschaft». Es handle sich um einen «klaren Willen, die französische Wirtschaft zu zerstören», erklärte er laut Financial Times.
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Die geplante Abgabe – in der Debatte als «Zucman-Steuer» bekannt – sieht vor, dass Personen mit einem Vermögen über 100 Millionen Euro jährlich mindestens 2 Prozent auf ihr Gesamtvermögen zahlen sollen, einschliesslich Unternehmensanteile und nicht realisierter Gewinne. Kritiker nennen den Vorschlag «kommunistisch» und «verfassungswidrig».
Arnault warf dem Ökonomen Gabriel Zucman, der die Idee eingebracht hatte, vor, «eine ideologische Agenda gegen die liberale Wirtschaft» zu verfolgen. Zucman reagierte auf die Kritik: «Es ist Zeit, Milliardäre mit einem Mindeststeuersatz zu belegen.»
Besonders betroffen wären Start-up-Gründer, deren Firmen hohe Bewertungen haben, aber keine Gewinne oder Dividenden abwerfen. «Es ist absurd und gefährlich, Leute zwingen zu wollen, ihre Firmenanteile zu verkaufen, um Steuern zu zahlen», sagte Philippe Corrot, Mitgründer des Tech-Unternehmens Mirakl.
Trotz des Widerstands unterstützen laut einer Ifop-Umfrage 86 Prozent der Franzosen die Einführung der Steuer. Premierminister Sébastien Lecornu zeigte sich offen für «Steuergerechtigkeit», warnte jedoch vor Eingriffen in «berufliches Vermögen».
Mehr als 500.000 Menschen hatten zuletzt gegen geplante Sparmassnahmen demonstriert.