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Todesschütze von Aarau: Polizei hat einen mutmasslichen Täter festgenommen

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Todesschütze von Aarau: Polizei hat einen mutmasslichen Täter festgenommen
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Nach den tödlichen Schüssen bei einem Techno-Rave in Aarau hat die Polizei einen 43-jährigen Schweizer festgenommen. Der Mann stehe unter dringendem Tatverdacht, teilte die Kantonspolizei Aargau mit. Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand gehen die Behörden von einem Einzeltäter aus.

Der Verdächtige wurde am Montag kurz vor 1 Uhr im Zuge der Fahndung angehalten. Damit gibt es erstmals einen konkreten Tatverdächtigen für die Schiesserei, die sich am Sonntag gegen 2.30 Uhr auf dem Gelände der Pferderennbahn im Schachen ereignete. Eine 22-jährige Italienerin wurde getötet, fünf weitere Menschen verletzt. Bei ihnen handelt es sich um eine Deutsche und vier Schweizer im Alter zwischen 24 und 31 Jahren. Ihre Verletzungen reichen von leicht bis schwer.

Michael Buholzer/Keystone
Blumen beim Tatort auf der Pferderennbahn Schachen in Aarau (Symbolbild)
Michael Buholzer/Keystone

Die Festnahme bringt auch Bewegung in die Frage nach der Zahl der Täter. Zeugen hatten zunächst von zwei Angreifern berichtet. Die Polizei bezeichnete diese Angaben allerdings als ungesichert und geht nun nach eigenen Angaben von einem einzelnen Schützen aus.

Am Tatort fanden die Ermittler Hülsen zweier verschiedener Kaliber. Einsatzleiter Matthias Schildknecht hatte erklärt: «Wir haben zwei Kaliber gefunden. Darunter 9-Millimeter-Hülsen, wie sie in Pistolen oder Maschinenpistolen genutzt werden. Und Kaliber 5,45×39, wie es in Sturmgewehren genutzt wird.» Letzteres wird unter anderem beim Sturmgewehr AK-74 verwendet, einer Variante der Kalaschnikow. Die Weltwoche berichtete.

Zum Zeitpunkt der Schüsse befanden sich noch weit über hundert Menschen auf dem Gelände; ursprünglich hatte der Rave rund 3500 Besucher angezogen. Die Getötete und die Verletzten kannten sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Polizeikommandant Michael Leupold hatte deshalb erklärt: «Wir gehen davon aus, dass es Zufallsopfer sind.»

Motiv und genauer Tatablauf bleiben offen. Die Polizei hatte zunächst einen Amoklauf, einen kriminellen Hintergrund oder einen terroristischen Anschlag als mögliche Szenarien geprüft. Neue Erkenntnisse will sie am Mittwoch um 14 Uhr in Schafisheim bekanntgeben.

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