Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt ist mit seinem Widerspruch gegen die Aberkennung seines Doktortitels gescheitert. Das zuständige Gremium der TU Chemnitz wies den Widerspruch des CDU-Politikers zurück. Dies teilt ein Sprecher der Universität der Bild-Zeitung mit.
Voigt will nun gerichtlich gegen die Entscheidung vorgehen. Einer seiner Anwälte erklärte: «Nach rechtlicher Prüfung werden wir Klage erheben.»
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Der Streit um Voigts Dissertation reicht bis in den Thüringer Landtagswahlkampf 2024 zurück. Damals wurden Plagiatsvorwürfe gegen seine Arbeit über den US-Präsidentschaftswahlkampf von George W. Bush gegen John F. Kerry erhoben. Die CDU sprach damals von einer Schmutzkampagne kurz vor der Wahl.
Im Januar wurde bekannt, dass die TU Chemnitz Voigt nach einer längeren Prüfung den Doktortitel aberkennen will. Dagegen legte der Ministerpräsident Widerspruch ein.
Voigts Anwälte kritisieren die Entscheidung. Aus ihrer Sicht seien unter anderem die Bewertungsmassstäbe und die Verhältnismässigkeit des Titelentzugs ungeklärt. Sie verweisen zudem darauf, dass ein externer Gutachter nach ihren Angaben die Voraussetzungen für eine Aberkennung verneint habe.