BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht lehnt das Angebot von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke ab, mit Unterstützung der AfD Ministerpräsidentin des Freistaats zu werden. Stattdessen fordert sie einen überparteilichen Regierungschef und bietet Höcke ein öffentliches Duell an.
«Das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten ist kein Wanderpokal, den Herr Höcke nach Belieben vergeben kann», schreibt Wagenknecht auf X. Höckes Angebot sei «weder ehrlich noch seriös».
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Höcke hatte Wagenknecht zuvor aufgefordert, noch vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September Ministerpräsidentin zu werden. Sie solle «staatspolitische Verantwortung» übernehmen und beweisen, dass das BSW keine «Kartellpartei» sei.
Wagenknecht hält dagegen einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der in Thüringen lebe und dort verankert sei, für eine «echte Lösung für Thüringen». Zugleich fordert sie das BSW Thüringen erneut auf, CDU-Ministerpräsident Mario Voigt die Unterstützung zu entziehen.
Auch den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt kritisiert Wagenknecht. Wenn dieser ohne absolute AfD-Mehrheit das Ministerpräsidentenamt lieber der CDU überlasse, gelte für ihn wie für Höcke: «Erst kommt die Partei, dann das Land.»
Höcke fordert Wagenknecht stattdessen zu einem öffentlichen Gespräch «auf neutralem Boden und mit einem unparteiischen Moderator» heraus.