Die spanischen Sicherheitsbehörden prüfen Berichte, wonach sich unter den Migranten, die vergangene Woche in grosser Zahl die Exklave Ceuta erreichten, Personen mit mutmasslichen Verbindungen zum Dschihadismus befinden sollen. Dies berichten die spanischen Medien «El Español» und «The Objective». Eine offizielle Bestätigung der Behörden liegt bislang nicht vor.
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Den Berichten zufolge haben Ermittler der Informationsabteilung der Nationalpolizei sowie der Nachrichtenzentrale der Guardia Civil Aufnahmen von Überwachungskameras ausgewertet. Dabei sollen mindestens zehn Personen identifiziert worden sein, die zuvor in Spanien wegen mutmasslicher Straftaten mit dschihadistischem Bezug festgenommen und verurteilt worden waren. Anschliessend seien sie nach Marokko abgeschoben worden.
«Euronews» erklärte, die Nationalpolizei, die Guardia Civil und das spanische Innenministerium um eine Stellungnahme gebeten zu haben. Eine Antwort habe das Portal nicht erhalten. Terrorismusexperten warnten bereits vergangene Woche vor einer veränderten dschihadistischen Bedrohungslage in Spanien. Sie betonen jedoch zugleich die enge Zusammenarbeit Spaniens und Marokkos beim Informationsaustausch und bei der Überwachung radikalisierter Personen.
Die Berichte lösen auch deshalb Aufmerksamkeit aus, weil die spanische Regierung im Zusammenhang mit der Migrationskrise in Ceuta im Jahr 2021 ähnliche Meldungen über dschihadistische Terroristen unter den Migranten als «böswillige Falschmeldung» zurückgewiesen hatte.