Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Symbol unserer Schwäche»: Politiker von CDU, Grünen und FDP fordern Schliessung des Russischen Hauses in Berlin

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Symbol unserer Schwäche»: Politiker von CDU, Grünen und FDP fordern Schliessung des Russischen Hauses in Berlin
«Symbol unserer Schwäche»: Politiker von CDU, Grünen und FDP fordern Schliessung des Russischen Hauses in Berlin
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Politiker von CDU, Grünen und FDP fordern die Schliessung des Russischen Hauses in Berlin und begründen dies mit dem Verdacht auf Spionageaktivitäten für Moskau. CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem Fernsehsender Welt TV, er gehe davon aus, dass die Einrichtung als Spionagezentrale genutzt werde. «Dieses Haus ist Symbol unserer Schwäche und russischer Einflussnahme.»

JÖRG CARSTENSEN / KEYSTONE
Eingangsbereich des Russischen Hauses in der Berliner Friedrichstrasse
JÖRG CARSTENSEN / KEYSTONE

Kiesewetter verwies auf mehr als hundert Menschen, die dort lebten und über deren Identität nichts bekannt sei, sowie einen nach seiner Einschätzung unangemessen hohen Energieverbrauch. Aus der früheren Kultureinrichtung sei ein «Hub, der vermutlich voll ist mit technischer Aufklärung» geworden.

Auch Grünen-Verteidigungspolitikerin Sara Nanni äusserte bei Welt TV den Verdacht, vom Russischen Haus gingen Spionageaktivitäten aus. Sie verwies auf auffällige Handy- und GPS-Signale, die auf leistungsstarke Sendeanlagen hindeuteten. Die Zurückhaltung der Bundesregierung bezeichnete sie als «Duckmäusertum» gegenüber dem Kreml und als «Schwäche pur».

FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann forderte ebenfalls die Schliessung. Mitten in Berlin «sitzt der Feind der Freiheit – und wir schauen zu», sagte sie. Sie vermutet, dass in dem Haus unter anderem Cyberangriffe koordiniert und Spione eingesetzt werden könnten.

Die Bundesregierung verweist dagegen auf den Kulturstaatsvertrag mit Russland. Das Russische Haus sei vertraglich mit dem Goethe-Institut in Moskau verknüpft; ein Vorgehen gegen die eine Einrichtung hätte unmittelbare Folgen für die andere, erklärte das Auswärtige Amt. Die Betreibergesellschaft des Russischen Hauses steht nach Angaben des Ministeriums unter EU-Sanktionen.

Zusätzlichen Auftrieb erhielten die Forderungen durch einen Bericht von WDR und Süddeutscher Zeitung. Demnach kommt das französische Innenministerium zu der Einschätzung, das Russische Haus werde «als Tarnung von den russischen Geheimdiensten genutzt». Ähnliche Vorwürfe hatte es bereits zuvor gegeben.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.