Nicole Waechter tritt als Präsidentin der GLP Zollikon zurück und verlässt die Partei. Vorausgegangen war ein Streit um ein geplantes Podium zur Neutralitätsinitiative, zu dem die 30-Jährige auch «Mass-voll!»-Chef Nicolas Rimoldi eingeladen hatte. Dies berichtet Inside Paradeplatz.
Die Veranstaltung unter dem Titel «Politik im Dialog» sollte Ende August stattfinden. Nach Waechters Angaben löste Rimoldis Teilnahme jedoch heftige Reaktionen aus. Der Parteivorstand habe Drohungen erhalten, Linksextreme hätten den Anlass stören wollen. Zudem hätten GLP-Mitglieder bei der nationalen Parteiführung interveniert und mit einem Austritt gedroht, falls Rimoldi eine Bühne erhalte. Daraufhin sagten Waechter und die GLP Zollikon das Podium ab.
Waechter zeigte sich enttäuscht. Sie habe gemeinsam diskutieren wollen, auch «mit kontroversen Leuten». Nun erklärte sie: «Auf beidseitigen Wunsch trete ich aus der GLP Zollikon aus.» Der «anhaltende Wirbel» habe ihre Gesundheit belastet. Die Zürcher GLP-Präsidentin Nora Ernst bestätigte den Austritt und bedauerte ihn.
Auch bei der Neutralitätsinitiative bestanden Differenzen. Waechter unterstützt das SVP-Begehren, während die GLP es ablehnt. In der Weltwoche erklärte sie, die Schweiz werde in Russland inzwischen als «Feindesland» wahrgenommen. Lesen Sie hier den ganzen Artikel über Nicole Waechter.