Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) will den steuerlichen Freibetrag für Mitarbeiterrabatte abschaffen. Der bislang geltende Rabattfreibetrag von 1080 Euro pro Jahr soll ersatzlos gestrichen werden. Dies berichtet die Welt.
Von der Vergünstigung profitierten 2024 rund 1,4 Millionen Bürger. Insgesamt sparten Arbeitnehmer dadurch laut Subventionsbericht der Bundesregierung jährlich etwa 240 Millionen Euro an Steuern. Besonders relevant ist die Regelung für Beschäftigte von Autobauern, Fluggesellschaften und Banken, die Produkte oder Dienstleistungen ihres Arbeitgebers vergünstigt erhalten.
David Inderlied/Keystone
Bei einem Mitarbeiterrabatt von 7000 Euro für ein Auto könnten nach einer Beispielrechnung künftig bis zu rund 3100 Euro Einkommensteuer inklusive Solidaritätszuschlag anfallen. Bislang wären es unter den genannten Annahmen gut 1800 Euro.
In der Union regt sich Widerstand. CDU/CSU-Finanzpolitiker Fritz Güntzler sagte der Zeitung: «Im Gegenteil: Sie käme einer verdeckten Gehaltskürzung gleich». Statt einer Abschaffung fordert er eine Erhöhung des seit mehr als zwanzig Jahren unveränderten Freibetrags.
Auch die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände kritisiert die Pläne. Anfang September soll das Einkommensteuerreformgesetz 2027 im Kabinett beschlossen werden. Anschliessend müssen Bundestag und Bundesrat entscheiden.