Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Statistik zeigt: Deutsche Polizei weist jeden zweiten Asylanten an der Grenze zurück

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Statistik zeigt: Deutsche Polizei weist jeden zweiten Asylanten an der Grenze zurück
Statistik zeigt: Deutsche Polizei weist jeden zweiten Asylanten an der Grenze zurück
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Bundespolizei hat im ersten Halbjahr 2026 mehr als jeden zweiten an einer deutschen Landgrenze registrierten Asylsuchenden zurückgewiesen. Nach Angaben der Bundesregierung wurden 1024 Menschen mit Asylgesuch erfasst, 514 von ihnen durften nicht einreisen, schreibt die Welt. Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion.

SVEN HOPPE / KEYSTONE
Polizeikontrolle an der Grenze zwischen Österreich und Deutschland (Symbolbild)
SVEN HOPPE / KEYSTONE

Insgesamt stellte die Bundespolizei in den ersten sechs Monaten rund 20.000 unerlaubte Einreisen über die Landgrenzen fest. Nur etwa fünf Prozent der Betroffenen äusserten dabei ein Asylgesuch. Zusätzlich registrierten die Behörden rund 4500 unerlaubte Einreisen an Flughäfen. Von den angeordneten Zurückweisungen scheiterte laut Bundesregierung lediglich eine, «weil die Übernahme der Personen von Frankreich verweigert wurde».

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach seinem Amtsantritt im Mai 2025 die Kontrollen an Deutschlands Grenzen verschärft. Seither sollen grundsätzlich auch Menschen zurückgewiesen werden, die an der Grenze Asyl verlangen. Ausgenommen sind besonders Schutzbedürftige wie Minderjährige, Schwangere und Kranke. Die meisten unerlaubten Einreisen wurden im ersten Halbjahr an der französischen Grenze festgestellt. Den höchsten Anteil an Zurückweisungen verzeichnete die Bundespolizei an der Grenze zu Polen.

Parallel sinkt die Zahl der Asylanträge in Deutschland. Im ersten Halbjahr wurden 39.646 Erstanträge gestellt, das sind rund 35 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bei etwa jedem vierten von der Bundespolizei registrierten Asylsuchenden ergab die europäische Fingerabdruckdatenbank Eurodac zudem einen Treffer. Die Betroffenen waren damit bereits zuvor in einem teilnehmenden europäischen Staat registriert worden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.