Der Kreml hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für einen gegenseitigen Stopp von Angriffen auf die Energieinfrastruktur begrüsst. Eine konkrete Einigung zwischen Russland und der Ukraine gibt es bislang allerdings nicht. «Wir halten das insgesamt für eine sehr gute Idee», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Interfax. Ob Moskau dem Vorschlag zustimmen werde, liess er offen.
Yury Kochetkow/AP/Keystone
Trump hatte am Vorabend auf Truth Social bereits den Eindruck einer Verständigung vermittelt. Die Ukraine habe zugestimmt, russische Energieanlagen nicht mehr anzugreifen, erklärte er; für Russland gelte dasselbe. Aus Kiew klang es zurückhaltender. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach lediglich von einem «starken Vorschlag» der USA. Eine bereits geltende Vereinbarung bestätigte er nicht. Zugleich bezweifelte er, dass Russland einen solchen Angriffsstopp einhalten würde.
Auch Moskau verbindet die Initiative mit weiteren Forderungen. Nach Peskows Darstellung reicht es nicht, wenn die Ukraine auf Angriffe gegen russische Raffinerien verzichtet. Russland müsse sein Öl zudem ungehindert exportieren können. Dafür sei eine sichere Schifffahrt nötig, die Kiew nach Darstellung des Kreml derzeit nicht garantieren wolle.
Damit signalisieren sowohl Moskau als auch Kiew grundsätzlich Interesse an Trumps Initiative, ohne bislang eine verbindliche Vereinbarung zu bestätigen. Offen bleibt insbesondere, welche Infrastruktur geschützt werden soll und welche Bedingungen Russland für eine Zustimmung stellt.