EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas will im Herbst die «weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges» gegen Russland vorlegen. Bei einer Annahme würde die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel steigen. Dies sagte Kallas in einem Interview mit der Welt.
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Kallas fordert, den wirtschaftlichen Druck auf Moskau weiter zu erhöhen, bis Russland den Krieg gegen die Ukraine beendet. Zugleich bezeichnete sie die bisherigen 21 Sanktionspakete der EU seit Februar 2022 als erfolgreich. «Für die EU-Sanktionen hat Russland bis heute teuer bezahlt, sie haben Russlands Kriegsmaschine schon über eine Billion Euro gekostet», sagte Kallas.
Die EU-Chefdiplomatin warf Moskau zudem «systematischen Terror» vor. «Moskaus Armee gewinnt nicht auf dem Schlachtfeld und richtet die Raketen daher zunehmend gegen ukrainische Zivilisten und Infrastruktur. Das ist systematischer Terror.» Russland wolle ukrainische Städte unbewohnbar machen.
Kallas hofft zugleich auf eine engere Abstimmung mit Washington. Sie wünsche sich, dass die USA und Europa bei Sanktionen wieder «näher zusammenrücken».