Tausende Einwohner der spanischen Exklave Ceuta haben gegen das Krisenmanagement der Zentralregierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez protestiert. Dies berichtet Euronews. Die Veranstalter sprachen von mehr als 10.000 Teilnehmern, die Policía Nacional zählte rund 5000 Menschen.
Die Kundgebung folgte auf die Ankunft von nach Angaben der Organisatoren mehr als 70.000 Migranten über den Wasserweg innerhalb einer Woche. Auf der Plaza de la Constitución riefen Demonstranten unter anderem «Sánchez, tritt zurück», «Ceuta gehört zu Spanien» und «Abschiebung der Illegalen». Zahlreiche Teilnehmer schwenkten spanische und Ceuta-Fahnen.
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Ceutas Regierungschef Juan Vivas forderte Unterstützung aus dem übrigen Spanien. Er erklärte: «Wir werden nicht aufgeben, wir halten stand, und gemeinsam und geeint werden wir es schaffen. Aber allein werden wir es nicht schaffen, wir brauchen Solidarität aus dem restlichen Spanien, und wir brauchen einen Staat, der seine Verpflichtungen erfüllt – darauf vertrauen wir.»
An der Kundgebung beteiligten sich auch regierungsnahe Gewerkschaften. UGT Ceuta verlangte von der Regierung in Madrid ausreichende Ressourcen zur Bewältigung solcher Situationen. Nach rund einer Stunde endete die Demonstration ohne Zwischenfälle.