Sachsen: «Eine Brandmauer gab es hier nie», sagt AfD-Fraktionschef der Stadt Heidenau
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Sachsen: «Eine Brandmauer gab es hier nie», sagt AfD-Fraktionschef der Stadt Heidenau

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Sachsen: «Eine Brandmauer gab es hier nie», sagt AfD-Fraktionschef der Stadt Heidenau
Sachsen: «Eine Brandmauer gab es hier nie», sagt AfD-Fraktionschef der Stadt Heidenau
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Im sächsischen Heidenau werden künftig keine neuen Stolpersteine auf öffentlichen Strassen und Gehwegen verlegt. Der Stadtrat beschloss stattdessen, auf dem Nordfriedhof einen zentralen Gedenkort für Opfer von Krieg und Gewalt einzurichten, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Entscheid fiel mit dreizehn gegen sechs Stimmen bei einer Enthaltung. Der gemeinsame Vorstoss wurde von Vertretern des Bürgerbündnisses Oberelbe, der AfD und der CDU getragen.

MARCUS BRANDT / KEYSTONE
AfD-Wahlplakat vor dem Konrad-Adenauer-Haus in Berlin (Symbolbild)
MARCUS BRANDT / KEYSTONE

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) kritisierte die Entscheidung und forderte ihre Rücknahme. «Ich hoffe, dass sich der Stadtrat besinnt und der Beschluss revidiert wird», sagte sie. Die Erinnerung an den Holocaust und an das Schicksal jüdischer Menschen gehöre mitten in die Städte und müsse sichtbar bleiben.

Brisant ist die Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD. Beide Fraktionen verfügen im 22-köpfigen Stadtrat über jeweils sieben Sitze. Weil geheim abgestimmt wurde, lässt sich allerdings nicht feststellen, wie jeder einzelne Stadtverordnete votierte.

Eine grundsätzliche Abgrenzung der örtlichen CDU zur AfD gibt es nach Aussagen führender Kommunalpolitiker nicht. Der langjährige CDU-Fraktionschef Reno König hatte bereits 2025 erklärt, in Heidenau gebe es keine Brandmauer, wenn vernünftige Vorschläge vorlägen. AfD-Fraktionschef Daniel Barthel sagte nun: «Eine Brandmauer gab es hier nie, Gott sei Dank.»

Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf die Stolpersteine. Im November 2025 wurde CDU-Stadtrat Uwe Epler auf Vorschlag der AfD zum Vizebürgermeister gewählt. Der aktuelle Streit macht damit erneut sichtbar, dass CDU und AfD in Heidenau bei einzelnen Sachfragen zusammenarbeiten – ungeachtet der Abgrenzungsdebatte auf Landes- und Bundesebene.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.