Die AfD hat ihren Vorsprung vor der CDU in Sachsen-Anhalt wenige Tage vor der Landtagswahl auf 21 Prozentpunkte ausgebaut und erreicht in einer neuen Umfrage 43 Prozent.
Das geht aus einer Erhebung des Instituts Insa im Auftrag des Portals Nius hervor. Demnach legt die AfD gegenüber der vorherigen Insa-Befragung um einen Punkt zu, während die CDU bei 22 Prozent verharrt. Der Abstand zwischen beiden Parteien ist damit laut Bild so gross wie bislang bei keinem Umfrageinstitut.
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Die Zahlen sind auch deshalb brisant, weil Bundeskanzler Friedrich Merz erst am Montag in den Wahlkampf eingegriffen hatte. Gemeinsam mit Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) warnte er vor einem Sieg der AfD. «Sachsen-Anhalt darf kein Experimentierfeld für Wutbürger werden!», sagte Merz. Andernfalls drohe wirtschaftlicher Niedergang.
Auch beim direkten Vergleich der Spitzenkandidaten hat die CDU ihre bisherige Führung verloren. AfD-Kandidat Ulrich Siegmund würden laut Insa 39 Prozent als Ministerpräsidenten bevorzugen, Schulze kommt auf 28 Prozent. In früheren Erhebungen hatte der CDU-Regierungschef noch vorne gelegen. Im ZDF-«Politbarometer» führte Schulze zuletzt mit 48 zu 32 Prozent.
Für eine absolute Mehrheit reicht es der AfD nach der neuen Umfrage dennoch nicht. Die Linke erreicht 12 Prozent, die SPD 7 und die Grünen 5 Prozent. BSW und FDP würden mit 4 beziehungsweise 3 Prozent den Einzug in den Landtag verpassen.
Damit könnte die Regierungsbildung trotz des deutlichen AfD-Vorsprungs schwierig werden. CDU, Linke, SPD und Grüne kommen zusammen auf 46 Prozent und könnten rechnerisch über mehr Mandate verfügen als die AfD. Dafür müsste die CDU allerdings mit der Linken zusammenarbeiten. Eine Koalition mit ihr schliesst die Partei aufgrund eines Parteitagsbeschlusses bislang aus.