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Protest gegen illegale Migration: Hunderte Vermummte blockieren Grossbritanniens wichtigsten Fährhafen

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Protest gegen illegale Migration: Hunderte Vermummte blockieren Grossbritanniens wichtigsten Fährhafen
Protest gegen illegale Migration: Hunderte Vermummte blockieren Grossbritanniens wichtigsten Fährhafen
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Im südenglischen Dover haben Hunderte vermummte Männer am Samstag die Zufahrten zu Grossbritanniens wichtigstem Fährhafen blockiert und damit den Verkehr über den Ärmelkanal zeitweise lahmgelegt. Die Demonstranten, überwiegend schwarz gekleidet und mit verdeckten Gesichtern, protestierten mit Rufen wie «Stoppt die Boote» gegen die illegale Migration nach Grossbritannien. Die Polizei von Kent sprach von einer «spontanen» Demonstration. Festnahmen gab es nicht.

Oscar Rihll/AP/Keystone
Vermummte Demonstrierende am Bahnhof Dover Priory (Symbolbild)
Oscar Rihll/AP/Keystone

Die Aktion begann gegen 7 Uhr. Mehrere Hundert Teilnehmer versperrten Strassen rund um den Hafen, von dem Fähren ins gegenüberliegende französische Calais fahren. Autos konnten das Terminal zeitweise weder verlassen noch erreichen, Lastwagen stauten sich. Ein Reiseführer beschrieb die Situation gegenüber der BBC als «absolutes Chaos». Gegen 11.30 Uhr drängte die Polizei die Demonstranten in Richtung Bahnhof Dover Priory. Eine halbe Stunde später hatte sich die Gruppe nach Behördenangaben aufgelöst.

Wer hinter der Aktion steckt, ist bislang nicht abschliessend geklärt. Die Organisation «Hope Not Hate» schreibt sie dem Netzwerk «Patriot Platform» zu, das Mitglieder verschiedener migrationskritischer Gruppen zusammengebracht habe. Die Aktivisten Tommy Robinson und Danny Thomas begrüssten den Protest in sozialen Medien. Thomas lobte die «Disziplin» der Teilnehmer und erklärte, sie hätten sich «an den Plan gehalten».

Die britische Regierung verurteilte die Blockade. Kritik gibt es zugleich am Polizeieinsatz. Der örtliche Labour-Abgeordnete Mike Tapp will klären lassen, weshalb die Behörden offenbar nicht vorab von der Aktion wussten. Die Polizeipräsenz sei anfangs «ziemlich gering» gewesen. Auch Reform-UK-Chef Nigel Farage kritisierte die Vermummung der Teilnehmer und erklärte, bei öffentlichen Demonstrationen dürfe niemand mit Maske oder Sturmhaube auftreten.

Dover ist ein Brennpunkt der britischen Migrationsdebatte. In der Hafenstadt werden Migranten an Land gebracht, die in kleinen Booten den Ärmelkanal überqueren. Demonstrationen gegen die Migration finden dort regelmässig statt, werden gewöhnlich jedoch vorher angekündigt. Die Aktion vom Samstag fiel nach Angaben der BBC deutlich grösser aus. Der Hafen nahm seinen Betrieb nach mehreren Stunden wieder normal auf.

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