Bei der Parlamentswahl in der Republik Moldau hat die pro-europäische Regierungspartei PAS unter Präsidentin Maia Sandu ihre Mehrheit ausgebaut. Nach Auszählung von über 99,5 Prozent der Stimmen kam die Partei auf 50,03 Prozent – ein klarer Vorsprung vor dem oppositionellen, Russland-freundlichen Patriotischen Block, der lediglich 24,3 Prozent erreichte. Das bestätigte die Wahlkommission am Montagmorgen, schreibt die Bild-Zeitung.
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Der Urnengang war von massiven Spannungen geprägt. Sowohl Präsidentin Sandu als auch die EU warfen Russland gezielte Einmischung vor. Daher wurde die prorussische Oppositionspartei «Herz von Moldau» unmittelbar von der Parlamentswahl ausgeschlossen. Vorwurf: Bestechung und illegale Finanzierung durch Moskau.
Sandu sprach im Vorfeld von der «wichtigsten Wahl in der Geschichte unseres Landes» und warnte am Wahltag: «Wenn die russische Einmischung bedeutende Auswirkungen auf unsere Wahl hat, könnte Moldau alles verlieren, was es gewonnen hat.»
Die ehemalige Sowjetrepublik Moldau verhandelt seit Juni 2024 offiziell über einen EU-Beitritt. Trotz dieser Perspektive bleibt das Land mit rund 2,4 Millionen Einwohnern eines der ärmsten Europas. Der Patriotische Block kritisierte die Regierung dafür, durch die Abkehr von Moskau die wirtschaftliche Lage verschlechtert und die Energiepreise in die Höhe getrieben zu haben.