Die AfD in Sachsen-Anhalt bereitet sich laut einem Bericht der Welt auf den Fall vor, dass sie bei der Landtagswahl am 6. September die absolute Mehrheit verfehlt. Nach Informationen der Zeitung prüfen führende Vertreter der Partei demnach ein Szenario, bei dem einzelne CDU-Abgeordnete für eine Zusammenarbeit gewonnen werden sollen, um dennoch eine parlamentarische Mehrheit zu erreichen.
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Ausgangspunkt der Überlegungen sind die gegenwärtigen Umfragewerte. Die AfD liegt zurzeit bei rund 41 bis 42 Prozent und wäre damit stärkste Kraft, bliebe aber voraussichtlich unter der Schwelle für eine Alleinregierung. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat die absolute Mehrheit zum erklärten Wahlziel gemacht. Sollte dieses Ziel verfehlt werden, könnten nach Einschätzung von AfD-Politikern innerhalb der CDU Debatten über mögliche Bündnisse entstehen.
Hintergrund ist die schwierige Lage der Christdemokraten. Sowohl gegenüber der AfD als auch gegenüber der Linken bestehen Unvereinbarkeitsbeschlüsse. In der AfD wird laut dem Bericht davon ausgegangen, dass eine Zusammenarbeit der CDU mit linken Parteien innerparteiliche Spannungen auslösen könnte. Deshalb werde darüber nachgedacht, einzelne CDU-Mandatsträger für ein alternatives Mehrheitsmodell zu gewinnen.
Nach den Überlegungen würden bereits wenige Abgeordnete ausreichen, um der AfD zu einer Mehrheit im Landtag zu verhelfen. Als mögliche Ansprechpartner gelten demnach eher weniger prominente CDU-Parlamentarier. Für potenzielle Überläufer wäre ein solcher Schritt allerdings mit erheblichen politischen Risiken verbunden – bis hin zu Parteiausschlussverfahren.
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