Die Bundeswehr will nach der Sommerpause knapp hundert grosse Rüstungsprojekte auf den Weg bringen. Jedes davon hat ein Volumen von mehr als 25 Millionen Euro und muss vom Bundestag bewilligt werden. Das geht aus internen Planungspapieren hervor, die der Welt am Sonntag vorliegen. Verteidigungsminister Boris Pistorius will die ersten Vorhaben im September ins Parlament bringen.
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Geplant sind Beschaffungen für Heer, Luftwaffe und Marine. Dazu gehören vor allem Munition, Fahrzeuge, Raketen und Drohnen, aber auch neue Systeme für Luftverteidigung und militärische Aufklärung. Bestehende Kampfjets und Hubschrauber sollen zudem modernisiert werden. Ein Schwerpunkt liegt auf Munition: nach Angaben der Welt am Sonntag waren die Vorräte der Bundeswehr teilweise nur auf wenige Tage Gefecht ausgelegt. Weitere Aufträge sollen an US-Unternehmen gehen. Geplant sind unter anderem amerikanische Raketen, Bomben und Funkausrüstung. Damit setzt Berlin trotz der Debatte über die Verlässlichkeit der Regierung von US-Präsident Donald Trump weiter auf amerikanische Rüstungstechnik.
Bis 2029 will Deutschland seine Verteidigungsausgaben auf 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung erhöhen. Das Tempo der Aufrüstung soll dabei deutlich steigen. Im Jahr 2025 wurden insgesamt hundert Vorhaben oberhalb der 25-Millionen-Euro-Grenze behandelt. Für 2026 sehen die internen Unterlagen knapp 150 vor, für 2027 könnten es bis zu 170 werden. Die Ausgaben für militärische Beschaffungen könnten dadurch von 2025 auf 2026 um fast 70 Prozent zunehmen. Die konkreten Projekte und Summen können sich bis zum Vertragsabschluss allerdings noch ändern.