Deutschland stösst bei der Lieferung von Patriot-Flugabwehrsystemen und Abfangraketen an die Ukraine nach Angaben eines hochrangigen Verteidigungsbeamten an Grenzen. Berlin müsse die Forderungen Kiews gegen die Mindestbestände für den Schutz Deutschlands und seine Nato-Verpflichtungen abwägen. Dies berichtet Politico.
«Wir stossen hier wirklich an unsere Grenzen», sagte Brigadegeneral Jürgen Schrödl vom Bundesverteidigungsministerium. «Wir müssen auch unseren eigenen Schutz gewährleisten.»
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Deutschland hat bereits drei Patriot-Systeme aus Beständen der Bundeswehr an die Ukraine geliefert. Zwei weitere Systeme wurden über eine Vereinbarung organisiert, nach der die USA die deutschen Bestände wieder auffüllen sollen. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte zudem weitere Raketen zugesagt, falls andere europäische Staaten ebenfalls liefern.
Die Engpässe betreffen vor allem die Patriot-Abfangraketen PAC-3 und PAC-2. Sie gehören zu den wenigen ukrainischen Abwehrmitteln gegen schnelle russische ballistische Raketen. Neue Produktion kann die kurzfristige Lücke laut Politico nicht schliessen.
Auch die USA verfügen nur über begrenzte Bestände. Präsident Donald Trump sagte mit Blick auf weitere Lieferungen an die Ukraine: «Wir wollen auch Raketen.» Eine geplante Produktion von PAC-2-Abfangraketen in Deutschland dürfte der Ukraine frühestens im kommenden Jahr zugutekommen.