Das neue «Volksbad» der Berliner Volksbühne ist am Freitag für sechs Stunden ausschliesslich für schwarze Communitys geöffnet. Auf der Website des Theaters heisst es für den 14. August: «In diesem Zeitraum ist das Volksbad exklusiv für schwarze Communitys geöffnet.» Von 12 bis 18 Uhr steht der Pop-up-Pool damit nicht der Allgemeinheit zur Verfügung. Die Volksbühne bittet darum, «diese kollektive Selbstbezeichnung und die damit verbundenen Räume zu respektieren».
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Das temporäre Schwimmbad auf dem Rosa-Luxemburg-Platz war als kostenloses und grundsätzlich «offen für alle» zugängliches Angebot angekündigt worden. Das rund 300.000 Euro teure Projekt soll nach Angaben des Theaters etwa 20.000 Besucher empfangen. Die Volksbühne selbst erhält jährlich mehr als 20 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln. Der 25 Meter lange und 1,30 Meter tiefe Pool bietet gleichzeitig Platz für höchstens 46 Schwimmer; Zeitfenster müssen online gebucht werden.
Der exklusive Badetag findet in Zusammenarbeit mit der Organisation Each One Teach One statt, die soziale und kulturelle Angebote für schwarze Menschen organisiert und laut Bild ebenfalls öffentliche Förderung von Bund und Land Berlin erhält. Befürworter solcher Angebote begründen separate Räume mit dem Schutz von Menschen, die Rassismus erfahren.
Das «Volksbad» ist das erste Projekt des neuen Volksbühnen-Intendanten Matthias Lilienthal. Er begründete die Einrichtung des Pools gegenüber dem ZDF mit dem knappen Berliner Bäderangebot. «Die Hälfte der Hallen- und Freibäder sind zu, da haben wir gedacht, wir helfen dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner», sagte Lilienthal.
Das Schwimmbad ist zugleich als Kunstprojekt konzipiert. Lilienthal erklärte dazu laut RBB: «Die Volksbühne versteht unter theatralischen Events auch, wenn zwei Leute sich nass spritzen.»