Was kann die Verwaltung am besten? Ergebnisse so verkaufen, dass sie den Behörden und ihren politischen Verantwortlichen ins Konzept passen. Das zeigte sich gestern wieder.
Das Verteidigungsdepartement von Martin Pfister präsentierte die Studie «Sicherheit 2025: Weltpessimismus führt zum Wunsch nach einer starken Armee und mehr Nato-Kooperation». So titelten die PR-Verantwortlichen des VBS.
© KEYSTONE / ANTHONY ANEX
Wer die Untersuchung jedoch genauer betrachtet, kommt zu einem ganz anderen Schluss. Nur 32 Prozent der Bevölkerung befürworten einen Nato-Beitritt, während unglaubliche 87 Prozent an der Neutralität festhalten wollen. Und das, obwohl seit 2022 ein Krieg in Osteuropa tobt.
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_e('Werbung', 'weltwoche'); ?>— Die Weltwoche (@Weltwoche) June 17, 2025
Stellen wir uns ein Gedankenspiel vor: Nehmen wir an, der neue Mitte-Bundesrat und seine Entourage wären gegen eine verstärkte Annäherung an das Militärbündnis und dafür, dass die Schweiz möglichst neutral bleibt. Dann würde die Überschrift lauten: «Schweiz mit grosser Mehrheit gegen einen Nato-Beitritt und für die Neutralität».
Die Art und Weise, wie solche Studien heute präsentiert werden, sagt also mehr über die politische Haltung ihrer Auftraggeber aus als über den Inhalt der Berichte selbst.