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«Nicht im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft»: Xi Jinping fordert Brics-Staaten zu Vermittlerrolle im Nahost-Krieg auf

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«Nicht im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft»: Xi Jinping fordert Brics-Staaten zu Vermittlerrolle im Nahost-Krieg auf
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Chinas Staatschef Xi Jinping hat die Brics-Staaten aufgefordert, im Krieg im Nahen Osten eine Vermittlerrolle zu übernehmen. Bei einem Gipfeltreffen der Staatengruppe in Neu-Delhi sagte Xi am Samstag nach Angaben des chinesischen Staatssenders CCTV, China werde gemeinsam mit den anderen Mitgliedern auf eine friedliche Lösung hinarbeiten. Der Krieg liege «nicht im gemeinsamen Interesse der internationalen Gemeinschaft».

Alexander Kazakov/AP Photo/Keystone
Xi Jinping am Brics-Gipfel in Neu-Delhi
Alexander Kazakov/AP Photo/Keystone

Xi bezeichnete Brics zugleich als «führende Gruppe» des globalen Südens. Das Bündnis solle für Schwellen- und Entwicklungsländer ein Beispiel dafür sein, wie sie unabhängiger werden und ihre wirtschaftliche Entwicklung durch Innovation vorantreiben könnten. China übernimmt im kommenden Jahr den Vorsitz der Staatengruppe und wird den 19. Brics-Gipfel ausrichten.

Brics wurde 2009 von Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika gegründet und hat sich inzwischen deutlich erweitert. Heute gehören auch Ägypten, Äthiopien, Indonesien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate dazu. Gemeinsam stellen die Mitgliedsländer mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung und fast ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung. Das Bündnis versteht sich zunehmend als Gegengewicht zu der von den USA und ihren westlichen Verbündeten geprägten internationalen Ordnung.

Am Rande des Gipfels traf Xi den indischen Premierminister Narendra Modi. China betrachte die Beziehungen zu Indien aus einer «strategischen, langfristigen Perspektive», erklärte Xi laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua. Beide Länder könnten von ihren jeweiligen Stärken lernen und gemeinsam wachsen.

Das Treffen hat auch deshalb Gewicht, weil Xi erstmals seit sieben Jahren wieder Indien besucht. Die Beziehungen der beiden asiatischen Grossmächte waren nach einem blutigen Grenzzwischenfall im Jahr 2020 stark belastet. Damals starben 20 indische und vier chinesische Soldaten. Zuletzt näherten sich Peking und Neu-Delhi wieder an – auch vor dem Hintergrund schwierigerer und wechselhafter Beziehungen beider Staaten zu den USA.

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