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Neuer Pakt in der Arktis: EU investiert 200 Millionen Euro in engere Partnerschaft mit Grönland

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Neuer Pakt in der Arktis: EU investiert 200 Millionen Euro in engere Partnerschaft mit Grönland
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Die EU baut ihre Beziehungen zu Grönland deutlich aus und stellt dafür zunächst 200 Millionen Euro bereit. EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen unterzeichnete am Montag in Nuuk gemeinsam mit Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen und der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen eine neue Partnerschaftserklärung. Grönland habe sich klar für engere Beziehungen zur Europäischen Union entschieden, sagte von der Leyen. Zugleich habe Europa entschieden, auf der Insel und in der gesamten Arktis «präsenter» zu sein.

Mads Claus Rasmussen/EPA/Keystone
Ursula von der Leyen, Jens-Frederik Nielsen und Mette Frederiksen in Nuuk
Mads Claus Rasmussen/EPA/Keystone

Hinter der Annäherung steht ein wachsender geopolitischer Wettbewerb um die Arktis. US-Präsident Donald Trump hatte wiederholt gefordert, Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Noch im Juli erklärte er, die Insel solle von den USA und nicht von Dänemark kontrolliert werden. Von der Leyen stellte in Nuuk dagegen klar, über Grönlands Zukunft hätten die Menschen dort und Dänemark zu entscheiden. Die Arktis sei inzwischen ein Ort, «an dem die tektonischen Platten der Geopolitik aufeinanderprallen». Die EU will deshalb im Herbst eine neue Arktisstrategie vorlegen.

Die 200 Millionen Euro sollen 2026 und 2027 in konkrete Projekte fliessen. Dazu gehören bessere Satellitenverbindungen für abgelegene Orte, der Ausbau der Wasserkraft und gemeinsame Bergbauprojekte. Gerade Grönlands Rohstoffe sind für Europa von strategischem Interesse: Brüssel will die Vorkommen der Insel enger mit der europäischen Industrie verbinden und damit auch seine Abhängigkeit von anderen Lieferanten verringern. Die neue Erklärung umfasst zudem Infrastruktur, Fischerei, Tourismus, Wohnungsbau, Forschung, Cybersicherheit, Zivilschutz und Klimapolitik.

Und Brüssel plant bereits den nächsten Schritt. Die EU-Kommission schlägt vor, ihre Finanzierung für Grönland bis 2034 auf insgesamt 530 Millionen Euro mehr als zu verdoppeln. Damit wird aus der politischen Solidaritätsbekundung zunehmend eine strategische Partnerschaft – zu einem Zeitpunkt, an dem auch Washington seinen Anspruch auf die riesige Insel offen formuliert.

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