Deutschland weitet die Abschiebungen nach Afghanistan aus und will künftig regelmässig Rückführungsflüge nach Kabul durchführen. Am Dienstag startete ein weiterer Charterflug mit dreizehn afghanischen Männern. Zwölf von ihnen sassen wegen Straftaten bereits in Haft. Dies berichtet die Bild.
Bei den Straftaten handelt es sich laut Innenministerium unter anderem um Sexualdelikte, Körperverletzung und Drogenhandel. Alexander Dobrindt sagte: «Straftäter müssen unser Land verlassen. Wir machen aus Rückführungen das, was sie sein müssen: einen verlässlichen Teil unseres Rechtsstaates. Deshalb führen wir Straftäter nach Afghanistan zurück, verlässlich und konsequent.»
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In Deutschland leben nach Zahlen für 2025 rund 11.400 ausreisepflichtige Afghanen. Davon verfügen 9600 über eine Duldung. Weitere 1800 sind ausreisepflichtig und besitzen keinen solchen Schutzstatus. Unter ihnen befinden sich laut Bundesinnenministerium auch Straftäter und Gefährder, die bei Abschiebungen vorrangig berücksichtigt werden sollen.
Der aktuelle Flug ist der achte grössere Abschiebeflug nach Afghanistan innerhalb von vierzehn Monaten. Seit Juli 2025 wurden bei den aufgeführten Flügen insgesamt 245 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Seit Mitte Juni 2026 fanden fünf solcher Flüge statt.