Ermittler prüfen nach dem Fund einer Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle, ob mindestens zwei Drohnen an dem mutmasslichen Anschlagsversuch beteiligt waren. Dies berichtet die Bild.
Demnach verdichten sich die Hinweise auf eine zweite taktische Drohne. Diese soll Sichtkontakt zur Sprengstoffdrohne gehalten und eine Relaisfunktion übernommen haben. Dabei habe sie Steuerungssignale und Livebilder an die Operateure übertragen. Überreste des zweiten Fluggeräts wurden bislang nicht gefunden.
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Die entdeckte Drohne war mit einem Zusatzakku und einem Sprengpaket aus Semtex ausgestattet. Der Zünder sei defekt gewesen. Zudem sei das Fluggerät so konstruiert gewesen, dass die installierte Drohnenabwehr es nicht erkennen konnte.
Nach dem Fund wurde der Flugbetrieb eingestellt. Ein DHL-Transportflugzeug musste durchstarten und kollidierte dabei mit einem unbekannten Flugobjekt. Ermittler prüfen, ob es sich dabei um die zweite Drohne handelte.
Sicherheitsexperten und Ermittler gehen davon aus, dass ein professionelles Team hinter der Operation stand. Beide Fluggeräte sind demnach aus der unmittelbaren Umgebung des Flughafens koordiniert und gesteuert worden.