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Neue Sicherheitsallianz im Nahen Osten: Saudi-Arabien, Türkei und Pakistan schliessen Verteidigungspakt

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben angesichts der eskalierenden Kämpfe im Nahen Osten ein Abkommen zur gegenseitigen militärischen Verteidigung geschlossen. Die drei Staaten teilten nach der Unterzeichnung am Freitag in Mekka mit, ein bewaffneter Angriff auf eines der Länder werde künftig als Angriff auf alle drei betrachtet. «Der Pakt enthält eine Klausel zur kollektiven Verteidigung. Er ist rein defensiver Natur und sieht gegenseitige Unterstützung ausschliesslich zur Verteidigung vor», sagte ein türkischer Regierungsvertreter.

SAUDI PRESS AGENCY / KEYSTONE
From left, Turkish President Recep Tayyip Erdogan, Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman and Pakistani Prime Minister Shehbaz Sharif pose after signing a trilateral defense agreement in Mecca, Saudi Arabia, Friday, Aug
SAUDI PRESS AGENCY / KEYSTONE

Das «Mecca Joint Defence Agreement» soll nach Angaben der Unterzeichner die gemeinsame Abschreckung stärken und zur Sicherheit und Stabilität in der Region beitragen. Einzelheiten zu konkreten militärischen Verpflichtungen nannten sie nicht. Das Bündnis richte sich gegen keinen bestimmten Staat, stehe weiteren Ländern der Region offen und ersetze bestehende bilaterale oder multilaterale Vereinbarungen nicht.

Unterzeichnet wurde der Pakt nach fast einjährigen Verhandlungen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Pakistans Regierungschef Shehbaz Sharif, begleitet von Armeechef Asim Munir, trafen dazu den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Die drei Länder bringen beträchtliches militärisches Gewicht zusammen: Die Türkei verfügt über die zweitgrösste Armee der Nato, Pakistan ist die einzige muslimische Atommacht, Saudi-Arabien gehört zu den führenden Ölexporteuren der Welt.

Hintergrund ist die massive Verschärfung der regionalen Sicherheitslage seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar. Der Iran und verbündete Kräfte haben seither Saudi-Arabien und andere Golfstaaten angegriffen sowie deren Energieexporte beeinträchtigt. Die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus, über die vor dem Krieg rund ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung lief, ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Für Riad erhöht dies den Druck, seine Sicherheitsbeziehungen über die traditionelle Partnerschaft mit Washington hinaus auszubauen.

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