Die US-Regierung von Präsident Donald Trump streicht die staatliche Finanzierung von geschlechtsangleichenden Operationen und Hormonbehandlungen für minderjährige Transgender-Personen. Wie CBS News berichtet, sollen Medicaid und das staatliche Kinder-Krankenversicherungsprogramm Chip die entsprechenden Behandlungen künftig nicht mehr bezahlen. Die Regelung tritt am 13. Oktober in Kraft.
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Trump erklärte, er habe den Leiter der Centers for Medicare and Medicaid Services, Mehmet Oz, mit der Umsetzung beauftragt. «Wir werden nicht dafür bezahlen, dass unsere unschuldigen Kinder sich diesen barbarischen Operationen und Praktiken unterziehen, die ihren jungen Körpern unvorstellbaren und irreversiblen Schaden zufügen», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Medicaid soll psychologische und psychiatrische Behandlungen für betroffene Minderjährige weiterhin übernehmen. Die Finanzierung von Hormontherapien, darunter Pubertätsblocker, soll dagegen auslaufen. Für Jugendliche, die bereits behandelt werden, ist laut CBS News eine Übergangsregelung bis April 2027 vorgesehen. Chip finanziert die betroffenen Behandlungen künftig für Personen unter 19 Jahren nicht mehr. Wie viele staatliche Mittel bislang dafür eingesetzt werden, ist unklar.
In mindestens 27 US-Bundesstaaten sind geschlechtsangleichende Behandlungen für Minderjährige bereits verboten. Operationen kommen laut dem Bericht bei Jugendlichen selten vor, Hormonbehandlungen und Pubertätsblocker häufiger.
LGBTQ-Organisationen kündigten Widerstand an. Josh Rovenger von GLBTQ Legal Advocates and Defenders erklärte, die Vorschrift errichte «Barrieren zwischen Eltern und ihrer Möglichkeit, die besten medizinischen Entscheidungen für ihre Kinder zu treffen». Er kündigte eine gerichtliche Anfechtung an.
Die meisten grossen US-Medizinerverbände befürworten den Zugang zu solchen Behandlungen. Die American Society of Plastic Surgeons erklärte dagegen Anfang 2026, es gebe «unzureichende Belege» dafür, dass bei Brust-, Genital- und Gesichtsoperationen an Minderjährigen mit Geschlechtsdysphorie der Nutzen die Risiken überwiege.