Israel hat dem Plan des von US-Präsident Donald Trump gegründeten Friedensrats zur Entwaffnung der Hamas nicht zugestimmt. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte in einer Videobotschaft, sein Land habe lediglich einen Entwurf erhalten und eigene Anmerkungen übermittelt. Einzelheiten nannte er nicht.
Damit widerspricht Netanjahu US-Präsident Donald Trump, der am Freitag eine Einigung über die «vollständige Entwaffnung» der Hamas verkündet hatte. Der Plan sieht vor, dass die Terrororganisation ihre Waffen abgibt, Israel seine Truppen aus dem Gazastreifen zurückzieht und alle Kampfhandlungen beendet werden.
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Umstritten ist vor allem, ob zunächst die Hamas entwaffnet werden oder sich die israelische Armee zurückziehen soll. Netanjahu verlangt, dass sich Israels Truppen erst nach der vollständigen Entwaffnung der Hamas von ihrer gegenwärtigen Position zurückziehen. Die israelische Armee kontrolliert inzwischen mehr als 60 Prozent des Gazastreifens. Die Hamas wiederum macht die Abgabe ihrer schweren Waffen vom Abzug der israelischen Truppen abhängig.
Netanjahu erklärte, Trump und dessen Mitarbeiter glaubten, die Hamas entwaffnen zu können. Israel prüfe, ob ihnen dies gelinge. Bis dahin seien die israelischen Soldaten weiterhin angewiesen, alles Notwendige zum Schutz des Landes und seiner Bürger zu unternehmen. Ob der Plan umgesetzt werden kann, bleibt damit offen.