Der Volkswagen-Vorstand hat das Aus der Produktion an vier deutschen Standorten beschlossen. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, sollen die Werke in Emden und Zwickau 2031 auslaufen, das Nutzfahrzeugwerk Hannover 2032 und der Audi-Standort Neckarsulm 2034. Der Vorstand habe die Entscheidung einstimmig getroffen.
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Volkswagen bestätigte den Beschluss zunächst nicht. Ein Konzernsprecher erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP: «Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor.» Konzernchef Oliver Blume will gemäss dem Bericht dem Aufsichtsrat am Freitag ein entsprechendes Papier vorlegen. Darin heisse es, die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen reichten nicht mehr aus, «um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des Volkswagen-Konzerns langfristig sicherzustellen».
Nach Angaben der Wirtschaftswoche könnte der Vorstand das schrittweise «Leerlaufen von Werken» auch ohne Zustimmung des Aufsichtsrats umsetzen. Blume hatte im Juli im Kontrollgremium keine Mehrheit für seine Sparpläne erhalten.
Finanzvorstand Arno Antlitz begründete die Pläne mit den Produktionskosten in Deutschland. «Aufgrund der grossen Kostenunterschiede zu anderen europäischen Werken haben wir – aus heutiger Sicht – für vier deutsche Standorte keine wirtschaftliche Nachbelegung, wenn die aktuellen Produkte Anfang der 30er Jahre auslaufen.» Zugleich stellte er alternative Beschäftigungsperspektiven für betroffene Standorte in Aussicht.
Betriebsrat und IG Metall kündigten Widerstand an. IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger warnte: «Wenn der Vorstand diese Vereinbarung heute wieder in Frage stellen will, dann wird der Werkboden an allen Standorten brennen – das sage ich euch! Wir werden uns mit aller Macht dagegenstellen.» Am Freitag befasst sich der Aufsichtsrat mit den Sparplänen.