Die Swisscom baut ihre Präsenz im Ausland weiter aus und eröffnet 2027 einen neuen IT-Standort in Lissabon. Das halbstaatliche Telekomunternehmen will damit nach eigenen Angaben seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken. Dies berichtet 20 Minuten.
Der neue Standort soll zunächst mit rund 40 Mitarbeitenden starten und mittelfristig auf etwa 200 Beschäftigte wachsen. Er soll Technologie- und Unternehmensdienstleistungen in den Bereichen IT, Softwareentwicklung und Finanzen übernehmen. Bereits heute unterhält Swisscom vergleichbare Standorte in Riga und Rotterdam. Im ersten Halbjahr baute das Unternehmen in der Schweiz 566 Stellen ab und beschäftigte zuletzt noch 14.764 Mitarbeitende.
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Die Swisscom steigerte im ersten Halbjahr ihren Gewinn vor Steuern trotz eines um 3 Prozent gesunkenen Umsatzes um 3,3 Prozent auf 2,55 Milliarden Franken. Der Reingewinn erhöhte sich um 6,9 Prozent auf 668 Millionen Franken. Das Unternehmen führt den Gewinnanstieg auf substanzielle Kosteneinsparungen zurück.
Der Personalverband Transfair kritisierte den Ausbau der Nearshoring-Strategie. Er befürchtet weiteren Stellenabbau oder ausbleibende Nachbesetzungen in der Schweiz und fordert eine Reaktion des Bundes. «Swisscom gehört dem Bund. Dadurch hat das Unternehmen eine besondere Verantwortung gegenüber dem Schweizer Arbeitsmarkt», sagte Branchenleiterin Marika Schaeren. Sie warnte zudem vor Risiken durch die Auslagerung sicherheitskritischer Dienstleistungen ins Ausland.