Die Berliner Volksbühne hat einen für Freitag geplanten Badetag abgesagt, bei dem von 12 bis 18 Uhr ausschliesslich schwarze Menschen Zutritt zum sogenannten Volksbad erhalten sollten. Als Grund nennt das Theater Drohungen gegen den beteiligten Verein Each One Teach One.
Die Veranstaltung war als geschlossener Termin des antirassistischen Kinder- und Jugendvereins angekündigt worden. Nach Angaben der Volksbühne war sie jedoch «zum Ziel rechter und rassistischer Hetze» geworden. Beim Verein seien Mails mit Drohungen eingegangen. Die Sicherheit der angemeldeten Badegäste habe deshalb nicht garantiert werden können.
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Das vor der Volksbühne errichtete Schwimmbecken gehört zu einer Kunstaktion des neuen Intendanten Matthias Lilienthal. Laut NZZ kostete das Projekt rund 300.000 Euro aus Steuermitteln. Lilienthal hält trotz der Absage am Ziel fest, «weiterhin positive Massnahmen für strukturell benachteiligte Menschen» anzubieten.
Kritik kam aus CDU und AfD. Der Berliner CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers sagte: «Ich persönlich halte nichts davon, Menschen nach Hautfarben einzuteilen.»
Auch der Berliner Bund der Steuerzahler kritisierte die Aktion. Dessen Vorsitzender Alexander Kraus bezeichnete es als unvertretbar, Steuergelder für ein Schwimmbecken mit «einer Art Rassentrennung» einzusetzen.