Der Bundesrat will nach dem heissen und trockenen Sommer kurzfristig mehr als 70 Millionen Franken zusätzlich für Wald und Landwirtschaft bereitstellen. Konkret beantragt die Landesregierung zusätzliche 17,5 Millionen Franken für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel sowie einmalig 54 Millionen Franken für Landwirtschaftsbetriebe. Das berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Anthony Anex/Keystone
Die 54 Millionen Franken sollen noch 2026 in die sogenannte Betriebshilfe fliessen. Dabei handelt es sich nicht um direkte Entschädigungen, sondern um zinslose Kredite. Landwirtschaftsbetriebe, die wegen der Trockenheit in finanzielle Engpässe geraten sind, sollen damit ihre kurzfristigen Rechnungen und laufenden Kosten bezahlen können. Über die zusätzlichen Mittel muss das Parlament noch entscheiden.
Beim Wald plant der Bundesrat längerfristig. Für 2027 soll der entsprechende Kredit um 17,5 Millionen Franken erhöht werden. Mit dem Geld sollen die Wälder besser an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. Ab 2028 soll das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) zudem ermächtigt werden, jährlich weitere 17,5 Millionen Franken zu beantragen.
Das Hilfspaket könnte noch ausgeweitet werden. Bis Ende Oktober will der Bundesrat die Lage erneut analysieren und danach über weitere Schritte entscheiden. Geprüft werden unter anderem landesweit einheitliche Hitzekarten sowie zusätzliche Grundlagen zum Schutz der Gesundheit von Menschen und Tieren. Für spezifische Probleme der Landwirtschaft ist zudem ein runder Tisch geplant.