Die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, hat den FAZ-Journalisten Michael Martens wegen dessen Äusserungen zum Ukraine-Krieg angegriffen. In einer veröffentlichten Stellungnahme wirft sie ihm Fremdenfeindlichkeit, die Entmenschlichung von Russen und die Legitimierung von Hasssprache gegen Russland vor.
Auslöser war eine Frage von Martens bei einer Pressekonferenz des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic und des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 8. August in Belgrad. Martens fragte Selenskyj: «Können Sie uns Europäern sagen, was wir konkret tun können, um Ihnen zu helfen, mehr Russen zu töten? Natürlich mehr russische Soldaten.»
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Auf sozialen Medien verteidigte Martens die Frage anschliessend. «Es ist nichts Skandalöses daran, den ukrainischen Präsidenten zu fragen, wie Europa der Ukraine helfen kann, mehr Russen zu töten. Genau das ist nötig. Ausserhalb der Barbie-Welt werden Kriege nun einmal so geführt.»
Sacharowa bezeichnete Martens daraufhin als «waschechten braunen Propagandisten». Zudem verwies sie auf dessen Grossvater Hans-Hermann Martens und erhob gegen diesen Vorwürfe wegen seiner Tätigkeit während der NS-Zeit.