Die Eltern des in Trier getöteten Studenten Marius Dick fordern ein Ende der Brandmauer zur AfD und verlangen einen parteiübergreifenden Kurswechsel in der Migrationspolitik. Thomas Dick sagte in einem Gespräch mit der Welt, man müsse «Mehrheiten suchen, um Mehrheiten zu finden». Das bedeute auch, «sich mit der AfD an einen Tisch zu setzen und über Schnittmengen zu reden». Seine Frau Elke Dick erklärte, demokratisch gewählte Parteien dürften nicht «einfach ausgeschlossen» werden.
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Beide fordern nach eigenen Angaben entschlossenere Massnahmen gegen Gewalt durch Einwanderer und verweisen dabei auf Dänemark und Schweden als mögliche Vorbilder. Der Vater kritisierte zudem, dass gefährliche und straffällige Einwanderer sich weiterhin in Deutschland aufhielten, und sprach von Defiziten in der Migrationspolitik seit 2015. Er erklärte, wer das Gastrecht «hochgradig» missbrauche, dürfe sich nicht mehr in Deutschland aufhalten. Dies müsse auch innerhalb der EU gelten.
Die Mutter wies Kritik an ihrer CDU-Mitgliedschaft zurück. Als Kommunalpolitikerin habe sie keinen Einfluss auf die Migrationspolitik der Bundespartei und verwies auf die Belastungen der Gemeinden durch die Unterbringung zugewiesener Menschen. Nach ihren Angaben erhielt sie unter anderem Nachrichten mit den Aussagen «Sie haben Blut an den Händen!» und «Endlich hat es die Richtigen getroffen!»
Marius Dick war am 15. Juli nahe der Universität Trier erstochen worden. Tatverdächtig ist ein afghanischer Asylbewerber, dessen Asylantrag bereits 2017 abgelehnt worden war und der dennoch geduldet wurde. Der 22-Jährige befindet sich inzwischen in einer forensischen Psychiatrie.