Die USA haben Syrien nach 47 Jahren von ihrer Liste staatlicher Terrorunterstützer gestrichen und damit weitere Sanktionen gegen das Land aufgehoben. Das US-Finanzministerium erklärte laut Zeit, die Entscheidung stehe im Einklang mit dem Versprechen von Präsident Donald Trump, Syrien Sanktionserleichterungen zu gewähren. Aussenminister Marco Rubio begründete den Schritt mit Massnahmen und Zusagen der Regierung von Präsident Achmed al-Scharaa, sich vollständig vom internationalen Terrorismus zu distanzieren.
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Die Entscheidung betrifft auch Organisationen, mit denen al-Scharaa selbst verbunden war. Bevor er nach dem Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024 an die Spitze Syriens gelangte, führte er die islamistische Miliz Hayat Tahrir al-Scham (HTS). Sie war aus der Al-Nusra-Front hervorgegangen, die als syrischer Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida entstanden war. Das US-Aussenministerium hob nun auch die Einstufung von HTS und al-Nusra als globale Terrororganisationen auf.
Damit setzt die Trump-Regierung einen Kurs fort, den sie seit dem Machtwechsel in Damaskus schrittweise eingeschlagen hat. Zahlreiche Sanktionen wurden bereits aufgehoben, im November 2025 empfing Trump al-Scharaa sogar im Weissen Haus. Nun fällt eine der letzten grossen Hürden: Syrien war seit 1979 als staatlicher Terrorunterstützer eingestuft. Der Status brachte weitreichende Beschränkungen mit sich – von Verboten bei Rüstungsgeschäften über Exportkontrollen bis zu Einschränkungen der amerikanischen Auslandshilfe. Auf der US-Liste verbleiben Kuba, Nordkorea und der Iran.
Für Syrien dürfte die Entscheidung insbesondere wirtschaftliche Folgen haben. Aussenminister Asaad al-Schibani sagte Reuters, seine Regierung hoffe, dass das Land nun wieder in das internationale Finanzsystem integriert werde. Aus seiner Sicht seien damit die verbliebenen Hindernisse für Investitionen und den Wiederaufbau beseitigt. Auch für internationale Unternehmen und Banken dürften Geschäfte mit Syrien künftig einfacher werden.