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«Muss darauf natürlich eine Antwort Deutschlands geben»: Nach Vorfall in Leipzig fordert Sicherheitsexperte bei Lanz Vergeltung gegen Russland

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«Muss darauf natürlich eine Antwort Deutschlands geben»: Nach Vorfall in Leipzig fordert Sicherheitsexperte bei Lanz Vergeltung gegen Russland
«Muss darauf natürlich eine Antwort Deutschlands geben»: Nach Vorfall in Leipzig fordert Sicherheitsexperte bei Lanz Vergeltung gegen Russland
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Der Sicherheitsexperte Peter Neumann fordert eine deutsche Reaktion auf mögliche russische Sabotageakte und bringt dabei ausdrücklich Vergeltungsmassnahmen ins Spiel. «Wir müssen uns überlegen: Wie vergelten wir?», sagte der Politikwissenschaftler in der ZDF-Sendung «Markus Lanz». Vergeltung bedeute, «dass man Abschreckung wiederherstellt».

Neumann bezog sich dabei auf den Vorfall am Flughafen Leipzig und ging von einer russischen Verantwortung aus. «Wenn Russland auf dem Leipziger Flughafen eine Drohne zur Explosion bringt, dann muss es darauf natürlich eine Antwort Deutschlands geben», sagte er. Als mögliche Schritte nannte Neumann die Schliessung des Russischen Hauses, die Ausweisung des russischen Botschafters oder Sanktionen. Auch verdeckte Operationen gegen Cybernetzwerke in Russland und ein aggressiveres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte brachte er ins Spiel.

Ina Fassbender/DPA/Keystone
Terrorismusforscher Peter Neumann
Ina Fassbender/DPA/Keystone

Dabei warnte Neumann sowohl vor Untätigkeit als auch vor einer zu starken Reaktion. Gar nicht zu reagieren, signalisiere Schwäche. Direkt in eine Auseinandersetzung mit Russland einzusteigen, wäre seiner Einschätzung nach dagegen «wahrscheinlich zu viel». Deutschland müsse deshalb jederzeit verschiedene Optionen bereithalten und je nach Lage entscheiden, welche davon angemessen sei.

Noch ist allerdings nicht bekannt, wer hinter dem mutmasslichen Sabotageakt in Leipzig steckt. Leipzig dient als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Anfang August war dort im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wollte Medienberichte über angebliche Erkenntnisse amerikanischer Geheimdienste, wonach Russland für den Vorfall verantwortlich sein soll, ausdrücklich nicht bestätigen. Seine Aufgabe als Bundesinnenminister sei es, «Beweise zu erbringen», sagte er. Eine Urheberschaft könne er «nicht anhand von Verdächtigungen» zuweisen.

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