Das Gespräch des deutschen Podcasters Ben Berndt mit Weltwoche-Chefredaktor Roger Köppel hat auf Youtube innerhalb der ersten fünf Tage weit über 1,8 Millionen Aufrufe erzielt. Die mehr als dreistündige Folge von Berndts Format «Ungeskriptet» erschien am 12. September und stiess bereits unmittelbar nach der Veröffentlichung auf grosse Resonanz. Köppel meldete nach dem ersten Tag fast eine Million Zuschauer.
Screenshot YouTube
Im Zentrum des Gesprächs stehen Deutschland, der Ukraine-Krieg, das Verhältnis des Westens zu Russland sowie die Frage, wie gross die Gefahr einer weiteren militärischen Eskalation ist. Köppel spricht von der «gefährlichsten geschichtlichen Lage seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs». Deutschland spiele dabei aus seiner Sicht erneut eine entscheidende Rolle. Berndt hatte Köppel insbesondere eingeladen, um mit ihm über die Kriegsgefahr, die Schweizer Neutralität und dessen Blick auf Deutschland und die deutschen Medien zu sprechen.
Köppel, Verleger und Chefredaktor der Weltwoche und ehemaliger Schweizer Nationalrat, schildert dabei auch persönliche Eindrücke aus Kiew und Moskau. Er hatte den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán auf dessen Reise zum ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj begleitet und in Russland unter anderem Kreml-Sprecher Dmitri Peskow getroffen.
Breiten Raum nimmt Köppels Verhältnis zu Deutschland ein. Er bezeichnet das Land als «grossartiges Land», warnt jedoch davor, dass politische Selbstgewissheit und eine zunehmend konfrontative Aussenpolitik historische Erfahrungen verdrängen könnten. Zur Debatte stehen zudem Demokratie, Medienkonformismus, die AfD und Deutschlands Umgang mit seiner Geschichte.
Das ganze Gespräch finden Sie hier: