Die US-Regierung steht wegen fehlender Angaben über Milliarden aus venezolanischen Ölgeschäften unter Druck. Neun Monate nach der Übernahme der Kontrolle über Venezuelas Ölexporte hat das Aussenministerium nicht offengelegt, wie viel Geld die USA eingenommen und wie viel sie an Caracas überwiesen haben. Dies berichtet die Financial Times.
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Die unabhängige Kontrollbehörde Government Accountability Office untersucht die Ölgelder seit Juli. Nach Angaben der Zeitung hat sich das Aussenministerium bislang nicht mit den Prüfern getroffen. Auch angekündigte Prüfberichte von KPMG wurden dem Kongress noch nicht vorgelegt. Führende Demokraten verlangen diese nun bis zum 8. Oktober und drohen bei einer Mehrheit nach den Zwischenwahlen mit Vorladungen.
Die Financial Times hatte im Juli berechnet, dass Washington bis dahin wahrscheinlich mindestens 13 Milliarden Dollar eingenommen hatte. Im April erklärte ein Vertreter des Aussenministeriums, drei Milliarden Dollar seien nach Venezuela zurücküberwiesen worden. Das Ministerium erklärte nun, die KPMG-Prüfung dauere an.
Präsident Donald Trump betont wiederholt, dass die USA finanziell von ihrem Engagement profitierten. «Wir nehmen Milliarden und Abermilliarden Dollar aus Venezuela ein», sagte er im Juli. Inzwischen fliessen auch Abgaben privater Ölunternehmen sowie Einnahmen aus einigen Gold- und Mineralexporten auf von den USA kontrollierte Konten.