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Merz verliert Rückhalt im eigenen Lager: 58 Prozent der Unionswähler halten ihn nicht mehr für den richtigen Kanzler

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Merz verliert Rückhalt im eigenen Lager: 58 Prozent der Unionswähler halten ihn nicht mehr für den richtigen Kanzler
Merz verliert Rückhalt im eigenen Lager: 58 Prozent der Unionswähler halten ihn nicht mehr für den richtigen Kanzler
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Eine deutliche Mehrheit der Deutschen hält Friedrich Merz nicht mehr für den richtigen Bundeskanzler – selbst unter den eigenen Wählern überwiegt die Ablehnung. In einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von Bild beantworten 78 Prozent die Frage, ob Merz noch der richtige Kanzler sei, mit Nein. Nur 14 Prozent sagen Ja, acht Prozent machen keine Angabe.

Michael Brandt/DPA/Keystone
Bundeskanzler Friedrich Merz im Bundestag
Michael Brandt/DPA/Keystone

Auch bei Anhängern von CDU und CSU fällt das Urteil für Merz negativ aus. 58 Prozent der Unionswähler halten ihn nicht mehr für den richtigen Kanzler, 36 Prozent stehen weiter hinter ihm. Die Zahlen verschärfen die Debatte innerhalb der CDU nach der schweren Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt. Dort war die Partei bei der Landtagswahl auf 17,2 Prozent gefallen, während die AfD mit 43,8 Prozent klar stärkste Kraft wurde.

Aus der CDU werden inzwischen offen Kurskorrekturen verlangt. Der sächsische Bundestagsabgeordnete Florian Oest fordert angesichts bundesweiter Werte um 20 Prozent eine «schonungslose Analyse» und fragt, «ob die CDU noch eine Volkspartei ist». Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, erklärte den von Merz vertretenen Kurs einer «CDU pur» für gescheitert und verlangt einen «Kurswechsel – bei den Inhalten, bei der politischen Erzählung, bei der Kommunikation». CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hält dagegen: «Aber wir sind auf dem richtigen Weg.»

Auch die bisherige Abgrenzungsstrategie gegenüber der AfD stösst bei vielen Befragten auf Ablehnung. 46 Prozent halten die sogenannte Brandmauer, also den Ausschluss einer Zusammenarbeit mit der AfD, nicht mehr für zeitgemäss. 34 Prozent wollen daran festhalten, 20 Prozent machen keine Angabe.

Merz selbst lehnt ein AfD-Verbotsverfahren weiterhin ab. Stattdessen setzt er auf die «politische Auseinandersetzung» und will Wähler für die politische Mitte und die CDU zurückgewinnen. Die neue Insa-Umfrage zeigt allerdings, dass der Kanzler dabei derzeit auch um das Vertrauen der eigenen Anhänger kämpfen muss.

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