Video: Merz am Tiefpunkt, Weidel gewinnt Bundestagsdebatte. Nachruf auf eine merkwürdige Kanzlerschaft. Trump: Dividende an die Wähler. Schweizer Neutralität für Deutschland
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Das ist Ihr Frühstücksfernsehen aus der Schweiz, beziehungsweise aus Dresden, aus der sächsischen Hauptstadt, dem sogenannten Elbflorenz. Ich habe hier vorübergehend Station gemacht auf meiner Vortragsreise. Heute geht es weiter. Nach Erfurt. Ich freue mich gestern auch wieder. Ausverkauftes Haus, intensive Diskussionen bis spät in die Nacht. Also meine Schlafzeiten werden kürzer und kürzer und ich versuche hier natürlich auch etwas die Spiegelreflex-Effekte meines iPads von den Brillengläsern fernzuhalten. Es tagt allmählich und vielleicht tagt es ja auch in Deutschland. Löst sich dieser politische... Stark, Krampf Ich freue mich, dass Sie da sind hier bei Weltwoche Daily. Internationale Ausgabe, die andere Sicht. Unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich. Am Donnerstag, dem 10. September 2026, heute erscheint ja die gedruckte Ausgabe der Weltwoche. Und wir beschäftigen uns permanent mit einem der wichtigsten Themen überhaupt, nämlich mit der schweizerischen Neutralität, die übrigens in Deutschland immer mehr Anklang findet. Das ist auch meine Botschaft. Bei den Vorträgen «Mehr Schweiz wagen, schweizerische Neutralität» das wäre für die deutsche Aussenpolitik der richtige Weg. Das sagen mittlerweile nicht nur Klaus von Donany, sondern auch Holger Friedrich, der Verleger der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen. Das wäre einmal zu überlegen. Und kommen Sie an meine Vorträge, dort sprechen wir über solche und über andere Dinge. Das Cover übrigens möchte ich Ihnen zeigen, hier wenigstens in elektronischer Form. Können Sie sehen, ja, die Helvetia über den schroffen Alpen abhängen, da den Felskanten, die wie ein geografisches Nein aufragen gegen den europäischen Verwaltungsstaat. Sie balanciert die Tatze des russischen Bärs auf einer Seite des Balancestabs, auf der anderen hat er amerikanische Adler Platz genommen und darunter züngelt der chinesische Drache von Flammen. Umgeben, ohne Neutralität, keine Schweiz, kundiger Rat in arglistiger Zeit. Wer war Friedrich Merz? Nachruf auf die seltsamste Kanzlerschaft der Bundesrepublik, Ralf Schuler von News mit einem Abgesang, mit einer Einordnung, einer Kanzlerschaft, bei der im Grunde die Luft schon draussen ist. Wer hätte das gedacht? unglaublich, aber es hat sich von Anfang an abgezeichnet, dass es nicht gut herauskommt. Wer eben unbedingt Kanzler werden will, wenn eben der Posten das entscheidende Motiv ist und die Brandmauer wichtiger als die Bundesrepublik Deutschland, ja, das kann einfach nicht fruchten. Frisch verliebt mit 60, wir beschäftigen uns ja bei weitem nicht nur mit Politik in der Weltwoche, frisch verliebt mit 60, wenn Männer plötzlich ausbüxen und Gläubige erleben mehr Höhepunkte, wo sich Theologie und Erotik berühren. Dies und viel mehr in der aktuellen Weltwoche. Unkonventioneller Journalismus seit vielen, vielen Jahren. Und ich erinnere noch einmal daran, sichern Sie sich noch Tickets für meine Vortragstournee in der Bundesrepublik. Weltwoche.de-Vortrag. Weltwoche.de-Vortrag. Keine Rede wie die vorherige. Ich variiere, ich setze unterschiedliche Schwerpunkte, Aber natürlich, es geht. Es geht um Krieg und Frieden in der Ukraine, um schweizerische Neutralität. Es geht um Deutschland, um die Bundesrepublik, ein Blick aus der Schweiz auf ihr Land, im Geiste der Völkerfreundschaft und der wechselseitigen Verbundenheit. Steigen wir ein in die deprimierenden Nachrichten des Tages. Nein, es gibt auch erfreuliche Nachrichten. Wo geht es hier los? Das ist mir noch... Aufgefallen gestern habe ich aber nicht gebracht in der Sendung aus Zeitgründen. Die Gemeinde Gerstungen an der Werra fühlt sich von Thüringen bei Schulen, Strassen und Bahnverbindungen vernachlässigt. Nun bringt der Bürgermeister einen Wechsel der 8700 Einwohner Gemeinde nach Hessen ins Spiel. Warum finde ich das interessant? Weil es zeigt, dass eben der Gemeindegeist Das ist etwas zutiefst Schweizerisches, dass der Staat von unten nach oben aufgebaut ist und nicht von oben nach unten, was allerdings einige deutsche Politiker in Berlin nicht so sehen, dass eben auch in Deutschland solche regionalistischen Impulse nach wie vor stark sind. Und das freut den Schweizer, weil heute ist... Die Skepsis, das Misstrauen gegenüber der Politik, gegenüber der politischen Klasse, das Gebot der Stunde, kein Wunder angesichts der gewaltigen Probleme und Fehler, die sich zeigen aufgrund einer falschen Politik. Aber es gilt auch nicht nur, da die Politiker zu beschuldigen. Klar, sie tragen am Schluss die Verantwortung in den Positionen, aber wer hat diese Politiker in ihre entsprechenden Positionen gehoben? Das ist da das Entscheidende. Thema, das man natürlich auch unbedingt erkennen muss. Gestern die grosse Generaldebatte im Bundestag, die man mit schweizerischen Augen stets etwas verwundert zur Kenntnis nimmt. Jetzt ist natürlich wahnsinnig viel Stress im System. Wir beobachten Auflösungserscheinungen im traditionellen Parteiensystem, sozusagen das machtgewohnte Kartell wird da vom Wähler abgestraft. Es gibt rote Karten. Man möchte einen Wechsel, eine Alternative. Und die Alternativlosigkeit, die damals ausgerufen wurde von Kanzlerin Merkel, in einer Zeit des wirtschaftlichen Überflusses, diese Alternativlosigkeit, die wird von den deutschen Wählern nicht mehr akzeptiert. Und sie lassen sich da auch nicht beschimpfen aus Berlin, da als Rechtsextreme vorführen, als Radikalinskis oder gar Nazis. Ich meine, wer dem Wähler so begegnet, muss sich nicht wundern, wenn er da also mit Bausch und Bogen in die Wüste geschickt wird und das passiert gerade mit der CDU. Das ist ja eine unglaubliche Tragödie für diese Partei. Allerdings habe ich kein romantisches Verhältnis zu Parteien. Parteien sind einfach Vehikel von Ideen, von Anschauungen und vielleicht ist eben eines der grössten Probleme dieser CDU darin zu sehen, dass sie gar keine Partei mehr ist, gar nicht mehr für irgendetwas steht, nicht mehr fassbar ist, was man da bekommt und da muss man nicht darüber diskutieren und spekulieren und diese Wohltemperierten Aussagen machen gegenüber dem Wähler, diese herabsetzenden und überheblichen Diagnosen. Ja, der Wähler hat eben unsere Botschaft nicht verstanden. Wir müssen besser erklären, wir müssen ihn in seiner Emotionalität abholen. Das ist doch alles dummes Zeug. Die deutschen Wähler haben genauer verstanden, was das für eine Politik ist, als möglicherweise die Politiker, die sie gemacht haben. Also diese Arroganz da der Elite. gegenüber dem eigentlichen Chef in der Demokratie, ist auch ein Grund, warum diese Parteieliten jetzt versenkt werden und man seine Hoffnungen investiert in eine noch junge Partei, in eine Alternative für Deutschland. Und die haben offensichtlich da die Platzhirsche nicht viel mehr aufzubieten als unglaubliche Schmähungen und Verleumdungen. Und das gipfelt gestern am Tiefpunkt, könnte man sagen, der Kanzlerschaft von... Friedrich Merz eben in dieser Debatte zuvor hatte Alice Weidel, die AfD-Chefin, eine wie immer natürlich rasiermesserscharfe Oppositionsrede gehalten und Punkt für Punkt die Missstände aufgezeigt und schonungslos auch die Verantwortung der Regierung Merz und insbesondere des Bundeskanzlers natürlich aus dem Triumphgefühl jetzt dieses Siegs und dieses Wählermandats. in dieses erdrutschartigen Wählerauftrags in Sachsen-Anhalt. So ist sie aufgetreten, sehr, sehr selbstbewusst. Eine, wie immer natürlich, sehr, sehr starke Rede. Allerdings als Schweizer hat man immer so auch etwas harmoniesüchtige Anwandlungen. Und man fragt sich dann, ist das richtig, wenn man im Moment des Siegs noch einmal voll austeilt und dem Verlierer... Da eine reingeht, das reingibt, das kommt dann irgendwann zurück. Und man ist ja auch angewiesen, letztlich in einem Mehrparteiensystem, auf die Zusammenarbeit. Aber das sind dann die deutschen Eigenheiten. Ich habe festgestellt, dass eben auch bei den Zuschauern, bei den Leuten, zum Beispiel in Sachsen, die ich gestern getroffen habe, dass das sehr, sehr gut angekommen ist, wie da die Alice Weidel hier schonungslos die Realität aus ihrer Sicht aufgedeckt hat. und März konterte dann. Hilflos, aggressiv, überhaupt nicht staatsmännisch und eben auch von oben herab und zum Teil auch mit ungeheuerlichen, absurden Anschuldigungen. Etwas sagt ja, dass die Migrationspolitik der AfD darauf hinausläuft, ethnische Säuberungen in Deutschland zu veranstalten. Ich meine, das ist kompletter Unsinn. Die AfD, was will sie? Sie möchte einfach, dass die sehr viele, das sind ja Hunderttausende von illegal sich in Deutschland aufhaltenden Migranten, dass sie das Land verlassen müssen und auch kriminell gewordene... dass Ausländer vor allem auch aus dem Asylbereich das Land verlassen müssen. Dass man also die Rechtsordnung einhält im Bereich der Ausländerpolitik, das sind keine ethnischen Säuberungen. Und wer das sagt, der missbraucht die Geschichte. Das ist auch charakterlich. fragwürdig. Aber das ist eben die Politik, dass da mit den Waffen gekämpft wird, die man noch hat. Und das ist eine Verzweiflungswaffe, wenn man zu diesen Formen der Polemik greift. Am Schluss hat Friedrich Merz noch einen Gedanken bringen wollen, wofür steht Deutschland? Dann ist er unterbrochen worden von der Präsidentin Julia Klöckner und hat dann vergessen, dass er die Frage gestellt hat. Und schliesslich aus einem Brief zitiert eines Hochschultheologen an einer Universität, also ein Kanzler im Zustand der Hilflosigkeit, in den Seilen hängend von mehreren Körpertreffern oder K.O.-Treffern, um in der Boxersprache zu bleiben, getroffen, konnte sich noch mühselig offenhalten. Ich glaube nicht, dass man mit so einer Rede die Leute noch überzeugen kann. Er hat sich dann auch in so kleinkarierten, bürokratischen Nebensächlichkeiten verloren. Aber wir werden es sehen. Auf jeden Fall merkt man, dass CDU, Konrad Adenauer-Haus in Flammen, es brennt lichterloh und es wenden sich ja immer mehr Leute auf den Kanzler ab. Jetzt einige der Parteigerandten, Hendrik Wüst, NRW, einer der linken CDUler, der wieder nach einem Parteiverbot gegen die AfD gerufen hat, jetzt allerdings schon wieder zurückgräbst. Markus Söder vielleicht auf seine Chance hoffend doch noch Kanzler zu werden. Man unterschätzt nie den Machtinstinkt anderer Politiker. Was man aus etwas distanzierter Warte beobachten kann. ist zum einen die programmatische Krise, vor allem im traditionellen bürgerlichen Lager in Deutschland, zweitens die zunehmende Radikalisierung und Gehässigkeit der Linken, die da von einer Zerstörung der Demokratie durch die AfD spricht. Dabei ist das eine Sternstunde der Demokratie gewesen in Sachsen-Anhalt und das Gegenteil von obrigkeitsstaatlichem Denken. Der Wähler ist hier aufgestanden, hatte die Kraft gegen diese Monsterwellen der versuchten Bevormundungen. seinen Wahlzettel, sein Veto einzulegen. Ich meine, die haben Gebrauch gemacht von ihrem Menschenrecht auf eine andere Meinung als beispielsweise die Meinung, die von den Grünen oder von der SPD oder auch von der CDU geteilt wird. Das ist ein Akt der demokratischen Unabhängigkeit des Wählers, den wir da gesehen haben. Und wie dann darüber diskutiert wird in einem Bundestag, das zeigt Ihnen einfach, wie weit entfernt von der Lebenswirklichkeit der Leute diese Debatten sind. Aber immer mehr Deutschen scheint da ein Licht aufzugehen. Das ist meine Beobachtung und das ist auch Grund für Zuversicht. Natürlich gibt es grosse Probleme und an meinen Vorträgen wird auch oft mit einem gewissen Unterton der Verzweiflung gefragt, aber wie wollen wir diese Probleme noch lösen? Ich meine, jetzt hier in Sachsen wird möglicherweise ein VW... Werk geschlossen, das ist sozusagen ein 1989-Moment, als die Lichter ausgingen, damals in einem Staatswesen, das pleite gegangen war. Wie kommt man da wieder raus? Unsere Gerichte sind ja völlig politisch einseitig geworden. Wir sind gar nicht mehr handlungsfähig, wir sind ohnmächtig in Deutschland. Wir können gar nicht mehr unser eigenes Schicksal bestimmen. Das sind bestürzende Befunde, denen... eine Gültigkeit nicht abzusprechen ist, denn es ist tatsächlich so, dass eben das in die auch labyrinthischen Strukturen der Europäischen Union eingebaute und eingeflochtene Deutschland tatsächlich über eine sehr beschränkte Handlungsfähigkeit verfügt. Aber um die Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen, meine Damen und Herren, jetzt auch an die Verzweifelten gerichtet, muss eben auch ein Wollen vorausgesetzt werden. Das Können ist eine Folge des Wollens. Und das Wollen ist eben gar nicht da, noch nicht da in weiten Teilen des politischen Mainstreams in Deutschland. Die wollen gar nicht hier sozusagen aus diesen Eingeflochtenheiten ausbrechen, die sind immer noch in diesen alten EU-Schienen gefangen und noch nicht an dem Punkt, wo man eben die... nationalen Interessen Deutschlands wieder in den Vordergrund stellt, beziehungsweise man definiert sie eben ganz anders als die wachsende Zahl der Unzufriedenen in der Bundesrepublik. Die gute Nachricht ist, dass das Problembewusstsein bei immer mehr Leuten, mein Eindruck, sich schärft und zunimmt. Sie sehen es natürlich auch an der politischen Wechselstimmung, Sie sehen es am Aufwind, den die AfD hat, diese noch junge Partei. Wir wissen nicht, ob sie es dann bringt in den entsprechenden... Posten, klar, sie muss jetzt auch demütig bleiben, darf nicht abheben. Es ist immer auch die Gefahr, dass mit solchen Erfolgen natürlich dann die Opportunisten in der Partei hochkommen oder auch angezogen werden. Das sind anspruchsvolle Führungsaufgaben für Tino Chrupalla und Alice Weidel, die aber beide einen sehr gefestigten Eindruck machen. Beide auf ihre Art etwas andere Akzente. Der setzende Tino Chrupalla, der bodenständige Gewerbler, der hier auch vom Ton nicht so scharf auftritt, und Alice Weidel, die begnadete Oppositionspolitiker, die da mit messerscharfer Klarheit jeweils die Dinge auf den Punkt bringt. Also ein sehr starkes Gespann, das im Moment den Bundestag definiert und auch dominiert. Und Sie sehen es eben an der wachsenden Gehässigkeit der Konkurrenz, dass man den beiden irgendwie rhetorisch und auch argumentativ nicht beizukommen scheint. Das zeigen eben auch die rhetorischen Ausschweifungen und Entgleisungen eines Kanzlers, der ja als einer der stärksten Redner unter der Bundestagskuppel galt. Aber auch er findet da kein Instrument. Gewissermassen sein rhetorischer Zauberstab ist da etwas rostig geworden, sofern er überhaupt einen hatte. Markus Lanz und Stefan Raab und Laura von Torra haben den deutschen Fernsehpreis gewonnen. Markus Lanz, der Talkshow-Moderator, rief dann in die Menge, fürchtet euch nicht, was da zusammengelegt wird, können wir wieder aufbauen. Also der Moderator hier sozusagen als Motivator in der deutschen Fernsehgala auf den roten Teppichen. aber seine Talkshow, Es ist interessant, es ist jetzt auch wieder sehr intensiv geworden, da aufgrund der jüngsten Wahlergebnisse, spannende Zeiten, jetzt Deutschland muss herausfinden, wohin die Reise geht. Und ich bin überzeugt, es gibt ja 80 Millionen Deutsche, da ist also genügend natürliche Intelligenz vorhanden, um diese Frage gut zu beantworten. Ob da die Leute in Berlin die richtige Antwort finden, die die jetzt am Ruder sind, mehrheitlich, daran habe ich allerdings meine... wachsenden Zweifel. Wir wollen hier nicht das Atomklo von Deutschland werden. Debatte zwischen Manuela Schwesig und Leif-Erik Holm. Das gibt es jetzt im Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Auch da die AfD weit voraus, nicht so weit wie in Sachsen-Anhalt. Leif-Erik Holm habe ich auch schon interviewt. Auch ein bodenständiger, unaufgeregter Typ, bei dem man sich, wenn man ihm zuhört, wundert, wie kann das nur möglich sein, dass sich da die Medien dermassen in etwas hinein... Steigen ist eben wichtig, was das für Führungspersonen sind in einer Partei. Das sind Parteien, die zum Teil komische Leute haben, extremere Leute etc. Das ist überall der Fall. Das gibt es auf der linken, auf der rechten, auf der mittigen Seite, wenn man von der Mitte überhaupt als einer politischen Position sprechen will. Entscheidend ist, was die Führung macht und ob dort klare Grundsätze und klare Linien gelten. Und das ist bei einer AfD ganz klar der Fall. Man kann da eben auch auf die Urteilskraft von Millionen von Wählern... Abstellen und dieses Misstrauen, dieses vorauseilende Misstrauen der Parteien gegenüber den Wählern ist erstens nicht berechtigt und zweitens eben auch ein Grund dafür, der abgehobene Parteienstaat Deutschland, warum sich da immer mehr Deutsche dagegen wehren. Bezeichnend, das darf man auch nie vergessen, dass eben aus Ostdeutschland dieser Widerstand kommt und immer diese Polemik gegen die Ostdeutschen in Westdeutschland, man müsste doch einmal anerkennen, respektieren und sich auch darüber freuen. dass die Landsleute im Osten ein hochempfindliches Frühwarnsystem für autoritäre Anwandlungen entwickelt haben, weil sie eben unter so einem Regime gelebt haben. Aber im Westen hat man sich da eben in dieser Überheblichkeit bequem eingerichtet, quasi die Ostdeutschen haben ja keine Ahnung von Demokratie, wir sind die Demokratieweltmeister. Und darum merken eben die, die glauben die Demokratie zu verteidigen, gar nicht. wie sie die Demokratie im Grunde mit Füssen treten. Durch Parteiverbotsdiskussionen und all diese Dinge. Parteien darf man nicht verbieten, ausser man kann ihnen wirklich kriminelles Verhalten gerichtsfest vorwerfen. Man muss sie widerlegen. Und wenn du sie nicht widerlegen kannst, dann musst du abtreten. So einfach ist das. Also Fernsehdebatte, das Gute ist, dass diese Debatten stattfinden. dass bezeichnet ist, dass eine CDU jetzt in Mecklenburg-Vorpommern gar nicht mehr in diese Diskussionen eingeladen wird. Zum Schluss noch ein Blick in die Frankfurter Allgemeine Zeitung, da immer noch an Friedrich Merz, wenn auch nicht ganz unkritisch festhaltend. Mercedes droht mit Schliessung eines deutschen Werks. Mercedes jetzt also auch. In Zwickau steht die VW-Fabrik zur Disposition. Der Volkswagen. Konzern, das ist schon seit vielen, vielen Jahren mir immer wieder aufgefallen, schon früher, als ich noch in Deutschland gearbeitet habe, viel zu sehr verfilzt mit der Politik und auch die Gewerkschaften spielen da eine sehr unrühmliche Rolle, die Betriebsräte. Die haben die Löhne immer höher gedrückt, haben immer mehr Dinge für sich herausgeholt. Die VW-Leitung hat das mitgemacht. Die VW-Leitung hat übrigens auch die ganze grüne Wende unkritisch mitgemacht, weil man eben schon ein halber Staatskonzern war. Und jetzt bekommt man die Quittung. Man hat sich durch diese gewerkschaftlich-politische Durchfilzung aus dem Wettbewerb herausmanövriert mit eben viel zu hohen Löhnen. entsprechenden Regelungen, auch der ganzen Politik der Klimawende und all diese Dinge, die man kritiklos mitgemacht hat. Was aber ein ebenfalls riesiges Problem ist, und darüber reden die deutschen Zeitungen überhaupt nicht, ist der Krieg in der Ukraine. Dieser Entscheid, diesen Krieg sich zu eigen zu machen, sich gegen Russland zu stellen, das ist der absolute Killer für die deutsche Wirtschaft. Klar, aufgrund der... explodierenden Energiepreise. US-Präsident Trump bleibt sich treu als originell unkonventioneller Politiker, mal in positiver, mal in negativer Hinsicht auffallend. Jetzt verspricht er eine Dividendenausschüttung den amerikanischen Wählern, die seiner Partei die Stimme geben bei den Zwischenwahlen. 5000 Dollar pro Bürger. Da werden sich natürlich viele in Europa empören. Das ist jetzt der Stimmenkauf, aber das ist auch die Business-Mentalität in Amerika. Dividendenausschüttung der Regierung an die Bürger. Warum eigentlich nicht? Man kann ja mal darüber nachdenken, dass dafür und dass da wieder. Auf den ersten Blick ist mir die Idee sympathisch, obwohl ich da schon all die Inquisitoren-Gesichter sehe, die mir jetzt sagen, um Himmels Willen, wie können Sie so etwas verteidigen? das ist ja der schlimmste Wählerkauf, das ist ja die grösste Korruption. Vielleicht ist es aber auch eine grossartige, eine interessante Idee. Die deutschen Kirchen protestieren gegen die AfD. Sie fürchten jetzt, dass die AfD Institutionen wie das Kirchenasyl angreifen könnte. Also auch da Verunsicherung, produktive, heilsame Verunsicherung, denn auch die Kirchen, wenn ich da nach Deutschland blicke, erfüllen nicht immer ihren Auftrag, wenn sie sich da dermassen in die Politik einmischen. Der deutsche Aussenminister fordert nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt, Ukraine soll mehr deutsche Waffen kaufen. Das ist die unheilvolle Entwicklung, dass aus einer wirtschaftlichen Misere eine Kriegsaufrüstungshysterie entstehen könnte. Donald Trump hat glücklicherweise, zum Glück interveniert er wieder in diesem Kriegsgeschehen, als Vermittler, als Ausgleicher gesagt, Putin wolle ein Abkommen machen. Die Berliner Zeitung berichtet, dass der Ukraine der bisher schlechteste Deal jetzt drohen könnte. Ist ja klar, sie können eine Atommacht militärisch nicht besiegen. Ist unmöglich, geht einfach nicht, schafft man nicht. Und wenn man es versucht, dann geht man dabei zugrunde. und die Ukraine geht zugrunde. Und wenn dann eben Politiker behaupten, das ist unser Krieg, unsere Freiheit, dann frage ich mich, wären diese Politiker bereit, mit der Waffe in der Hand selber für ihre Freiheit zu kämpfen oder lässt man da einfach die Ukrainer sterben? Meine Damen und Herren, das ist es mit einem etwas düsteren Ausblick. Aber die gute Nachricht, holen wir sie noch einmal hervor, die gute Nachricht ist, dass immer mehr Leute sich demokratisch engagieren, dass sie aufstehen und dieses... Das Lebenszeichen der Demokratie, das wir gesehen haben am letzten Sonntag in Sachsen-Anhalt, das ist etwas, worauf die Bundesrepublik stolz sein kann. Das sind engagierte Bürger, das sind Bürger, die eben nicht zynisch die Faust im Sack machen, sondern die sagen, nein, in Rekordwahlbeteiligung, wir wollen etwas anderes. Das ist die Demokratie, Staatsform der Alternativen. Wenn einem etwas nicht gefällt, dann gibt es eine Richtungs... Änderungen auch in Deutschland, auch im stabilitätsorientierten Deutschland, umso mehr vor dem Hintergrund der Höllenfahrt des 20. Jahrhunderts, verblüffen und beeindrucken diese mächtigen Wählervoten. Bleiben wir dran, bleiben wir fasziniert, bleiben wir zuversichtlich und ich freue mich, wenn wir uns an einem der Vorträge sehen. Wir sind heute in Erfurt, dann ist mal wieder ein bisschen Pause, aber schauen Sie nach www.weltwoche.de schrägstrich Vortrag, weltwoche.de schrägstrich Vortrag. Im November gibt es weitere Termine, da gibt es auch noch Plätze und am 16. September ab 18 Uhr übertragen wir die Diskussion des Weltwoche-Podiums mit Julia Mendel, der ehemaligen Medienchefin von Volodymyr Selensky, die ja bei Tucker Carlson Furore gemacht hat in dessen Talkshow. Mal sehen, was sie zu sagen hat. Ich danke Ihnen ganz herzlich, wünsche Ihnen einen schönen Tag und verabschiede mich fürs Erste hier aus Dresden auf der baldigen Abfahrt nach Erfurt. Ja, Ostdeutschland, Mitteldeutschland, wie ich es richtigerweise nennen müsste, auch eine zauberhafte, wunderbare Landschaft, wenn es nicht so viele Windräder gäbe. Aber das ist ein Kapitel für eine andere Sendung. Bis bald. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... niemandem zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.

Merz am Tiefpunkt, Weidel gewinnt Bundestagsdebatte. Nachruf auf eine merkwürdige Kanzlerschaft. Trump: Dividende an die Wähler. Schweizer Neutralität für Deutschland

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Merz am Tiefpunkt, Weidel gewinnt Bundestagsdebatte. Nachruf auf eine merkwürdige Kanzlerschaft. Trump: Dividende an die Wähler. Schweizer Neutralität für Deutschland
Merz am Tiefpunkt, Weidel gewinnt Bundestagsdebatte. Nachruf auf eine merkwürdige Kanzlerschaft. Trump: Dividende an die Wähler. Schweizer Neutralität für Deutschland
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Kapitel

  1. Einleitung und Begrüssung
  2. Politische Entwicklungen in Deutschland
  3. Diskussion über schweizerische Neutralität
  4. Nachruf auf Friedrich Merz
  5. Themenvielfalt in der Weltwoche
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