«Menschenverachtende, völkerrechtswidrige Appelle»: Merz verurteilt Ben-Gvirs Forderung nach gezielten Tötungen von Palästinensern
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Menschenverachtende, völkerrechtswidrige Appelle»: Merz verurteilt Ben-Gvirs Forderung nach gezielten Tötungen von Palästinensern

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Menschenverachtende, völkerrechtswidrige Appelle»: Merz verurteilt Ben-Gvirs Forderung nach gezielten Tötungen von Palästinensern
«Menschenverachtende, völkerrechtswidrige Appelle»: Merz verurteilt Ben-Gvirs Forderung nach gezielten Tötungen von Palästinensern
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Forderung des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben-Gvir nach gezielten Tötungen von Palästinensern im Gazastreifen scharf verurteilt. Merz verurteile die «menschenverachtenden, völkerrechtswidrigen Appelle» des Ministers, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille am Mittwoch in Berlin. Solche Äusserungen seien «nicht hinnehmbar».

Michael Kappeler/DPA/Keystone
Bundeskanzler Friedrich Merz an einer Pressekonferenz in Berlin
Michael Kappeler/DPA/Keystone

Ben-Gvir hatte zuvor gefordert, im Gazastreifen jede Nacht mehrere Dutzend Palästinenser zu töten. Man solle «dreissig bis vierzig jede Nacht ausschalten», sagte der israelische Sicherheitsminister. Dabei solle es nicht nur um Personen gehen, von denen unmittelbar eine Gefahr ausgehe. «Es gibt dort Menschen, die des Lebens nicht würdig sind. Sie sollten nicht leben. Sie sind nicht einmal Menschen», erklärte Ben-Gvir.

Die Aussagen könnten die bereits seit längerem diskutierten EU-Sanktionen gegen den Minister neu in den Fokus rücken. Ein Eintrag auf die EU-Sanktionsliste würde unter anderem Einreisesperren und das Einfrieren von Vermögenswerten in Europa ermöglichen. Dafür wäre allerdings Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten nötig. Zuletzt stellte sich vor allem Tschechien dagegen. Irland, Frankreich, Spanien und Slowenien haben bereits eigene Einreiseverbote gegen Ben-Gvir verhängt.

Die Bundesregierung hielt sich bei Sanktionen bislang zurück, zeigt sich aber offen für Gespräche. Hille verwies auf den jüngsten EU-Gipfel, bei dem vereinbart worden sei, gezielte Massnahmen gegen radikale Politiker vorzubereiten, die zu Verletzungen der Menschenwürde und des Völkerrechts aufrufen. Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas soll beim Aussenministertreffen Anfang September neue Vorschläge vorlegen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.