Das linke Parteienlager um die schwedische Sozialdemokratin Magdalena Andersson liegt bei der Parlamentswahl hauchdünn vor dem Bündnis von Ministerpräsident Ulf Kristersson. Nach Auszählung des Grossteils der Stimmen kommen Anderssons Parteien laut Prognose auf 175 der 349 Sitze, Kristerssons Vier-Parteien-Bündnis auf 174. Dies berichtet Politico.
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Ein endgültiges Ergebnis der Wahl vom Sonntag könnte demnach erst am Mittwoch feststehen. In den Monaten vor der Abstimmung hatte das linke Lager in den Umfragen deutlich geführt. In den letzten zwei Wochen des Wahlkampfs schrumpfte der Vorsprung jedoch stark.
«Aber im Moment liegen wir vorne, und wenn das so bleibt, bekommt Schweden eine neue Regierung», sagte Andersson in der Wahlnacht. Kristersson erklärte seinerseits, die knappen Mehrheitsverhältnisse machten die Regierungsbildung «kompliziert».
Kristerssons Bündnis umfasst auch die Schwedendemokraten. Der Regierungschef hatte angekündigt, der Partei bei einer Fortsetzung seiner Regierung erstmals Ministerposten anzubieten. In den vergangenen vier Jahren unterstützten die Schwedendemokraten Kristerssons Regierung bereits im Parlament, gehörten ihr aber nicht formell an.
Sollte sich der Vorsprung von Anderssons Lager bestätigen, steht auch ihr eine schwierige Regierungsbildung bevor. Zwischen den kleineren Parteien ihres Bündnisses bestehen laut Politico Differenzen.